auf Kap Horn

Wir verbringen den Weihnachtsabend mit Freunden in einer Parilla. Zwar wird es ein teurer Abend, viel Cordero und wenig Filet…. aber wir haben es lustig und geniessen trotzdem.

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Peter/Katia/Heinz/Maria/Nunzio und Theres beim Apero….

Dann gehts rassig los. Wir können auf die Via Australis,  unserem Exkursionsschiff für 3 Tage.

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Wir werden verwöhnt, nach Strich und Faden, von Morgens bis am Abend. Wir besuchen Fjorde mit Gletschern, fahren mit den Zodiacs ans Ufer und besteigen als absoluten Höhepunkt das Kap Horn.

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Der Aufstieg ist zwar happig, 156 Holzstufen hoch und vor allem hinab. Mein armes, nicht vorhandenes Knie lässt grüssen….. Schei…benklaister, was soll ich machen. Bei windigen aber recht gutem Wetter geniessen wir die Fernsicht.

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in Lapataia

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es ist kalt, windig und leider regnerisch. Wir übernachten im Park, mitten in der Wildnis. Am nächsten Tag bereiten wir den Törn ans Kap Horn vor und feiern abends Weihnachten mit Theres/Peter/Katia/Nunzio im Restaurant Parilla. Etwas teuer zwar, aber wir unterhielten uns glänzend und fallen erst gegen 2 Uhr ins Bett.

in Ushuaia

Der Regen klopft aufs Autodach…. es ist kalt, ein strammer Wind pfeift in dem kleinen hübschen Städtchen Puerto Natales. Ausser der Kirche gibt’s nur ein paar antike Häuser, Läden und Banken und in der Pampa mal ein Bushäuschen.

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Wir wechseln nochmals Dollars, d.h. wir kaufen in Chile argentinische Pesos und tuckern los. Eine Betonstrasse führt uns durch weite, immer flacher werdende Landschaft. Hunderte Schafe, zwischendrin mal ein Ross, ein Lama oder eine Kuh… ein Nandu mit 12 Kücken springt davon. Es wird immer sonniger, leider auch windiger. Wir erreichen Punta Arenas, am Meer und flanieren durch die weiten Strassen. Ueberall Weihnachtsgeschäfte, ein Käsetost und ein Glas Wein verkürzen uns den Nachmittag.

Wir stellen unsere Autos direkt vor dem Schiff an den Hafen, und schlafen herrlich. Am Morgen lösen wir die Billete für die Ueberfahrt nach Feuerland, und erreichen nach einer ruhigen Schlag das ausgestorbene und verwaiste Dörfchen Porvenir. Einzig die gestutzten Thuya-Bäume sind einsame Klasse.

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Wir nehmen die Ripio-Piste dem Meer entlang, und fahren über einsame Pisten die 100 km im moderaten Schritttempo. Die Landschaft ist karg, ausser Schafen und ein paar dürren Guanacos ist nicht viel los. Störend nur der zwar magere Gegenverkehr, allerdings mit grässlicher Staubfahne. Wir stellen unsere Camper vor den Königs-Pinguinen-Park und trotz happigem Eintrittspreis bestaunen wir aus Distanz die kauzigen Vögel. Die Nacht ist kalt, aber in der Wildnis herrlich ruhig… vereinzelte Schreie der Pinguine stören uns nicht.

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Jetzt geht wieder Richtung Argentinien, dies müssen wir uns aber verdienen. Die schlechteste Strasse führt durch dürre Steppen, gottseidank bei recht sonnigem Wetter, nach San Sebastian und Rio Grande. So viel Staub, Dreck, Löcher, Schotter haben wir noch kaum erdulden müssen. Ab Argentinien dann aber herrliche Teerstrasse. Wir kaufen ein, und suchen unseren Camping Hain am Lago Fagnano, direkt am Ufer bei Tolhuin. Endlich wieder eine warme Dusche und es geht weiter Richtung Süden, eine schöne gebirgige Landschaft umschliesst das südlichste Städtchen Ushuai am Beaglekanal. Wir finden den Camping Rio Pipo und bei strömenden Regen planen wir die letzten Tage des Jahres. Wir wollen eine 3 tägige Schiffreise ans Kap Horn buchen…..

 

 

in Puerto Natales

In Calafate schlafen wir erst mal, wir stellen unseren Brujito am Strand auf einen Riesenparkplatz, es windet und pfeift und dröhnt…. aber wir schlafen gut und fest. Nach einem feinen Zmorge fahren wir an den Gletscher, auf einer guten Strasse erreichen wir den Eingang zum Park. Wir lassen unseren Wagen, steigen kurz in den Zubringer und geniessen bald den herrlichen Ausblick auf den Gletscher, den Perito Moreno.

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In recht gut organisatorisch angelegten Viehpfaden werden wir durch den Aussichtshügel geführt. 1000 Stufen hoch, 2000 Stufen hinunter… wir geniessen die einmalige Aussicht auf den Gletscher und zum Abschluss gibts für Maieli einen Whisky on the Gletscher-Rocks.

Wir fahren weiter, nach Cancha Carrera an der argentinischen Grenze. Mutterseelenalleine parken wir unsere Autos, nur ein paar Corderos, Pferde und drei mal Nichts geniessen wir die absolute Stille und den Abend. Am nächsten Morgen gehts über die Grenze nach Chile, nach Cerro Castillo, und vom Niemandsland über Pisten Richtung Nationalpark Torres del Paine.

Und dann passiert es… Peter erwischt einen spitzen Stein und einen Platten. Wir bringen das Reserverad nicht runter, alles ist verhockt und verdreckt und verklemmt. Wir demontieren das Rad, mit unserem Brujito gehts ins Hotel Explora, wo sie uns freundlicherweise den Reifen flicken. Glück gehabt, alles funktioniert und es geht weiter.

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Wir suchen einen Camping, finden ihn auch, allerdings mit knapper Infrastruktur. Unsere Gasheizung läuft zwar, aber eine Schraubverbindung ist etwas undicht…. wir essen im Riesensaal ganz alleine mit schöner Musik und einem Stück Salm.  Eine kalte Nacht mit Regen verwöhnt uns nicht übermassen, wir verlassen am frühen Morgen den Platz und fahren etwas zurück an die Hosteria Pudete. Es gibt sogar WiFi, wir sind verwöhnt.

Am nächsten Morgen gehts früh mit dem Katamaran an die Station Paine Grande, wir sind mitten im Trekkerparadies und dies bei bestem, wolkenlosen Wetter. Der Paine Grande, die Cuernos strahlen im Himmel und wir unternehmen mit Krücken und Lust auf mehr einen kleinen Trip in die Höhe. Zum Lago Grey reichts allerdings nicht ganz.

Abends gehts zurück, etwas unterkühlt und hungrig, und wir geniessen noch einmal die Nacht im Nationalpark. Am nächsten Morgen gehts auf der Schotter/Hotter/Rüttel-Strasse südwärts, aus dem Park und dem Meer entgegen.

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Ueber ausgesprochen schlechte Pisten erreichen wir den Hafen Puerto Natales. Der angepeilte Camping gibts niocht mehr, dafür können wir ohne Probleme unsere schweizer Gasflaschen auffüllen. Wir bringen die Wäsche in die Lavanderia, kaufen ein und geniessen einen Pisco Sour im Restaurant.