in Calafate

Schlussendlich blieben sich die Argentinier in Los Antiguos treu und machten nichts …. also überhaupt keine Lebensmittelkontrolle. Dafür ist die Strasse beste Qualität. Wunderbar schmiegt sie sich in die Landschaft und wir kommen gut voran. Bei wechselhaftem Wetter fahren wir gemütlich durch die Pampa und übernachten in Gobernador Gregores, einem Cowboy Dörfchen auf dem Camping.

image

Wieder einmal eine Dusche…. viel zu heiss. Unser Brujito erhàlt auch eine Dusche, Abendessen zu Hause.

Wir fahren weiter, jetzt leider wieder ripio, Staub, Löcher, Steine .. alles bestens bekannt. Nach 260km erreichen wir das Bergsteiger/Trekking- Mekka El Chalten.

image

Schon von weitem erhebt sich der Fitz Roy am Abendhimmel. Wir finden einen hübschen Platz auf dem Camping El Refugio und nehmen zufrieden eine Dusche. Auswärts abends gibt es eine Pizza und ein warmer Elektro-Ofen im Brujito hält uns warm. Beim Einschalten für eine DVD gibts einen Kurzen….. man lernt nie aus. Am nächsten Tag steigen Peter/Theres in die Berge, wir fahren mit dem Camper eine Stunde hoch, Schotterstrasse, und geniessen die Bergwelt. Leider sieht man vom Fitz Roy nichts mehr, es macht zu und kleine Schneeflocken schwirren um uns. Der Wind ist höllisch, aber wir sind zufrieden.

Wir fahren weiter, wieder über herrliche Strassen durch die weite Pampa, ein paar Schafe, Pferde, Kühe …. sonst nichts ausser der Sonne. Wir erreichen Calafate am Mittag, kurven etwas im Ort herum fürs Einkaufen, Gasprobleme lösen und herumchillen. in Gancia mit einem Empanadas bereitet uns auf den Abend vor.

in Chile Chico

Wir haben unsere Reiseroute kurz geändert. Anstelle des Passes Roballo fahren wir der schönen Uferstrasse des Lago General Carrera nach bis nach Argentinien. Soll einmalig sein, wir fahren los bei recht gutem Wetter, allerdings zieht ein harter Wind über den See.

IMG_0296

Die Strasse ist nur ripio, d.h. nicht asphaltiert und entsprechend schlecht. Dazwischen aber doch schöne, sandige Pisten, die uns erlauben, so 50-60 km/h zu fahren. Aber mehr als die Hälfte der total 210km fahren wir mit 30 km/h in Staub und Dreck und Löchern bis nach Chile Chico, dem Grenzort zu Argentinien. Der Wind bläst so stark von hinten, dass wir in unserer eigenen Staubwolke vorwärts hotttern. Je näher zu Argentinien, umso schitterer……

IMG_0301

Rundum Natur pur, Lupinen und Ginster säumen die Bäche und Ufer. Weit rund herum die noch weisse Alpenpracht……

IMG_0308

Abends um 17 Uhr erreichen wir unser Ziel und essen noch unsere Vorräte auf. Morgen geht’s über die Grenze, da dürfen keine offenen Nahrungsmittel mitgenommen werden.

 

in Puerto Rio Tranquilo

Mit dem Ruhetag wurde es nichts ….. die Gasanschlüsse in Chile sind Rechtsgewinde, im Camper halt eben Gas-Linksgewinde. Das musste ich erst noch lösen, Samstags, schlussendlich um 16 Uhr erfolgreich. Die Gasflasche geliefert, jetzt muss es dann nur noch funktionieren. ( Warm geben, kochen, kühle, alle hängt am Gas. )

Wir fahren am Sonntag weiter Richtung Süden, durch herrlich schöne Täler, nahe den Fjorden.

IMG_0144IMG_0154

nach 90 Km schönster geteerter Strasse beginnt wieder die Staub-Schluck-Geröll-Dreck-Allee. Es wird sogar am Sonntag gearbeitet, Dreck weggestossen zum Durchfahren

IMG_0146

nach 120 km erreichen wir am Lago General Carrera das kleine Oertchen Puerto Rio Tranquilo. Wir buchen für morgen früh die Bootsfahrt zu den Marmorfelsen, und stellen unsere Campers neben dem Dorfplatz an den Strassenrand. Um 10 Uhr fahren wir mit dem Schnellboot zu den berühmten Marmorgrotten……

IMG_0174IMG_0253IMG_0257

image

Bei schönstem Wetter und noch relativ ruhiger See geniessen wir das einmalige Naturwunder….. am Nachmittag fahren wir hoch hinauf ins Valle Exploradores und geniessen die Stille, die Bergluft und den feinen Znacht.

IMG_0280IMG_0294IMG_0288

Es wird schon recht kalt, der Himmel zeigt uns die schönsten Sterne und wir gehen früh in die Klappe. Morgen haben wir einen strengen Tag vor uns.

 

in Coyhaique

In Chaiten suchen wir wieder einmal den Camping…… vergebens, d.h. es sind irgendwelche verlauerte und verkommene Wiesen oder Grundstücke, ohne Betreuung und natürlich ohne Infrastruktur.  Wir fahren weiter, nun auf besserer Strasse bis nach El Amarillo, dem Südportal zum Nationalpark Pumalin.

IMG_0017

Wir suchen etwas abseits, auf grüner Weide, einen Platz mit Aussicht aufs Bergpanorama. Doch unsere Freude dauert nicht zu lange, ein Ranger erscheint und weist uns wie Zigeuner weg. Wir wechseln auf den Camping, auch nicht schlecht, aber ausser einem Parkplatz und irgendwo ein Stehklo und eine herrliche Pflanzenwelt um uns gibt’s nichts. Am nächsten Morgen erscheinen aber gleich 3 Ranger und kassieren.

Die Ruta 7 führt weiter, durch einsame Wälder, Hügel, Flüsse und wenig Verkehr. Wir erreichen wieder bei Puyuhuapi einen Meerfjord und einen Platz am Ufer. Es ist noch nichts los im Dorf, viel deutschen Einfluss und ein paar Weihnachtsbäume zieren die Strasse. Znacht im Brujito, wir schlafen dank gesättigter Hundebewachung sehr ruhig und gut und fahren am nächsten Morgen zum NP Queulat mit seinem hängenden Gletscher. Das Wetter ist durchzogen, wir kämpfen uns mit Krücken hinauf auf die Laguna Tempanos und bestaunen in der Ferne den Gletscherabbruch hoch über See und Wasserfall. Es regelet, es macht zu… wir haben Glück gehabt.

IMG_0076IMG_0080IMG_0083

Wir möchten wieder einmal eine warme Dusche, wir folgen der Ruta 7, wieder einmal kilometerlang im Staub, Dreck und Geröll…..

IMG_0103

an einem Kontrollposten müssen wir über 2 Stunden warten, es wird gesprengt. Es geht über den Quellon-Pass, in Spitzkehren winden wir uns den Pass hoch und relativ rassig geht’s Manihuelas entgegen. Dort gibt’s ein Rodeo, leider ohne uns. Unsere Wohnraumbatterien sind im Eimer, wir brauchen bald neue. Wir übernachten zwischen Wäldchen und Hüttchen, sehr ruhig, und fahren früh weg nach Coyhaique. Diese Fahrt durch blühende Weiden und Wiesen, Wälder, und folgen dem Fluss. Eine liebliche Gegend, es wird warm und sonnig.

IMG_0123

Batterien unter dem Vordersitz, anstelle Gel gibt’s nur Blei, dann 2 Stunden Arbeit zum Sitz demontieren usw…… hat geklappt. Nun brauchen wir noch Gas. Gemäss Infos sollte es hier abgefüllt werden können. Leider verfahren und verblättern wir Stunden, man schickt uns von Bude zu Bude, leider nichts. Wir kommen nicht darum herum, eine neue chilenische Flasche zu kaufen. Wohin mit der teuren schönen schweizer Flasche….. heute ist Ruhetag, wir bleiben am Ort und geniessen die Sonne. Wer weiss, vielleicht lade ich Meieli zum Znacht ein.

IMG_0137

 

in Chaiten

Wir kennen ja Puerto Montt bereits. Unseren Stellplatz finden wir direkt an der Mole des Yachtclubs. Bei herrlichem Wetter geniessen wir das Geköche unserer Frauen, ein kleiner Rundgang auf den Stegen ohne mich beschliesst den Abend. Bei mir kommen leichte Sehnsuchtsgelüste, ein Gruss an meine Linyanti und eine Träne im Knopfloch….

Wir kaufen am Sonntag Morgen um 10 Uhr im Supermercado, bunkern Diesel, Geld und Wasser und nehmen die Ruta 7, Carretera Austral, Richtung Süden in Angriff.

IMG_0579IMG_0580Wir kommen gut voran, die Strasse ist noch geteert und das schönste Panorama begleitet uns. Nach 40 km die erste Fähre, sie führt von La Arena nach Galeta Puelche, wir geniessen ein Empanada und jetzt fängt der Schotter an. Auf einer kleinsten Uferstrasse folgen wir der Küste, jede Menge Fischer und Schiffsbauer, in ihren hübschen Häuschen und dazwischen der obligaten Kirche.

IMG_0455IMG_0607In Hornopiren übernachten wir direkt neben der Mole. Trotz  lauter Hunde gibt’s einen Apero und danaach ein feines Znacht.

IMG_0645Am nächsten Morgen fahren wir mit der Fähre 5 Stunden in den Süden nach Galeta Gonzalo, dem Tor zum Nationalpark Pumalin.

IMG_0670Wir sind jetzt mitten im Park, Stauppisten führen uns durch wilde Wälder und unberührte Natur. Selten kreuzen uns Autos, und falls doch, liegt minutenlang ein Dunst und Staubwolke in der Luft. die Strasse ist nicht schlecht hat, mit 40-50 km/h kommen wir alleweil voran. Wir übernachten in einem Campground,

IMG_0002

am Lago blanco, und fahren am folgenden Tag in die ehemalige Geisterstadt Chaiten. Hier wurde im 2008 alles von Asche überdeckt, heute sehen wir nicht allzu viel davon.

IMG_0033IMG_0030