in Portillo

Valparaiso ist die grösste und wichtigste Hafenstadt von Chile. Eine uralte Stadt, wurde gebaut so im 16. Jahrhundert und in einer schönen Bucht mit rundherum 42 Hügelchen gelegen. Auf diese Hügel führen heute noch 12 Ascensores, so 50-100m Standseilbahnen. Heute ist dies natürlich mitten in der grossen Stadt integriert. Das Hafengebiet ist uralt, und seit dem letzten Erdbeben teilweise nicht wieder aufgebaut. Das direkt anschliessende Vina del Mar ist moderner, sauberer und touristisch und bald auch kommerziell wichtiger.

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aus dem Tagebuch von Maria…….

23.2.2016 Valparaiso, Caleta Portales

Trotz Tankstelle recht gut geschlafen. Der Brujito kriegt eine Morgendusche bei der Copec. Schön sieht er aus. Unternehmungslustig machen wir uns auf den Weg nach Valparaiso. Touri-Info Fehlanzeige. Wir kurven mitten durch die Stadt, finden zufällig doch eine Info und gleich daneben einen halblegalen Gratis-Parkplatz. Zu Fuss gehts mit Stadtplan in Richtung Ascensor Artilleria. Von 12 Standseilbahnen sind 8 in Betrieb. Hoch über der Stadt, auf dem Paseo 21 de Mayo, hat man einen fantastischen Blick über den Hafen und die Stadt die sich (laut Reiseführer) über 42 Hügeln ausbreitet. Zu Fuss gehts hinunter über steile Treppen und enge Gässchen. Holzhäuser, grössere und kleine, oft eher Baracken die mit Wellblech verkleidet sind, stehen an den steilen Hängen. Viele sind in leuchtenden Farben gestrichen. Da Valparaiso beim Erdbeben 1904 zum grossen Teil zerstört wurde, haben sich diese Holzhäuser bewährt. Zu Fuss gehts durch die Altstadt, es wimmelt von Leuten. In den Gassen Marktstände, Früchte, Gemüse, kleine Läden mit Waren für den täglichen Gebrauch. Fröhliche Stimmung. Die Leute kennen sich, rufen und lachen. Das gefällt mir.

Keine Möglichkeit bei einem der Supermärkte zu parkieren. In einem kleinen Laden das Nötigste gekauft. Wir übernachten in der Caleta Portales, beim Strand von Valparaiso und lassen uns zum Essen in einer kleinen Strandbeiz überreden. Nochmals Jardin de Mariscos, Kommentar überflüssig.

 

24.2.2016 Valparaiso, Seitenstrasse Pablo Neruda Haus

Am Morgen, auf dem Parkplatz, nur wir. Am Strand zwei, drei Backpacker. Nebel zieht von Viña del Mar her. Wäsche holen, einkaufen, Internet suchen. Ungemütlich an der Costa Nera. In Valparaiso lichtet sich der Nebel. Wir fahren zum Pablo Neruda Haus.

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Viele Besucher. Da, als grosse Überraschung, stehen Hausers vor uns. Wiedersehensfreude. Sie haben kurz vorher gemailt und ihre Ankunft angekündigt. Wir haben viel zu erzählen. Sie haben sich von ihrem Schrecken erholt, die Beschaffung ihrer Bankkarten und einer Fotokamera in die Wege geleitet. Der Camper ist repariert. Alles auf gutem Weg. Wir bleiben in der Nähe vom Neruda Haus, vor dem Wachposten der Gendarmeria. Wohlbehütet und umrundet von gefühlten hundert Hunden.

25.2.2016 Laguna Verde

Sonnenschein weckt uns. Zmörgele und danach parkieren wir direkt vor dem Neruda Haus. Ich kaufe ein Ticket und lasse mir einen Audioführer geben. Langsam gehe ich von Stockwerk zu Stockwerk und von Zimmer zu Zimmer. Neruda war ein begnadeter Schriftsteller, Diplomat und Nobelpreisträger. Aber auch ein Antiquitätensammler und Geniesser. Obwohl dieses Haus nach seinem Tod ausgeraubt und beschädigt wurde hat die später gegründete Stiftung es wieder hergestellt. Viele Dinge sind noch im Original zu sehen, Witziges und Schönes. Mir gefällt der Stil und natürlich die Aussicht vom Haus aus, über die Stadt und den Hafen. Fast zwei Stunden verweile ich. Bemerkenswerte Persönlichkeit.

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Danach gehen wir nochmals Gässeln. Wieder hinunter über unglaublich steile Treppen und Strässchen. Durch das Museo a Cielo Abierto, die Wandmalereien an den Häusern, teils gut erhalten, teils übersprayt, zerstört. In einem kleinen Gärtchen mit Blick auf das Neruda Haus lassen wir uns Empanadas schmecken. Adios Valparaiso, beim Verlassen der Stadt jage ich Heinz unabsichtlich zweimal die verrücktesten steilen Strassen hinauf. Anhalten und wieder anfahren unmöglich. Schwitz! Wir fahren zur Stadt hinaus an die Laguna Verde um uns nochmals mit Hausers zu treffen. Sehr schön sagt die Touri-Info. Abfallhalde wäre die bessere Bezeichnung.

26.2.2016 San Felipe, Camping Balneario Natural

Unsere Wege trennen sich. Es war sehr schön nochmals mit Hausers zusammen zu sitzen. Wenn alles passt sehen wir uns vielleicht nochmals. Buen viaje, mucha suerte, que vayan con dios.

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Wir sind unterwegs nach San Felipe, finden einen Camping. Grosse Anlage mit einem Naturschwimmbecken. Viele der riesigen Bäume vertrocknet. Es herrscht Wassermangel. Die Minen seien schuld. Die Sanitäranlagen sind unter aller Kanone. Da lob ich mir die Nasszelle in unserem Brujito. Freu. Aber die Leute sind freundlich und noch werde wir nicht beschallt.

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27.2.2016 San Felipe, Camping Balneario Natural

Nachdem uns schon am Morgen unser Campingnachbar mit Rap aus seiner Musikanlage beglückt hat, parkieren wir um, möglichst weit weg von den anderen Campern. Obs was bringt, werden wir ja sehen. Einkaufen und Internet suchen. In einem Café werden wir fündig, schreiben und mailen was das Zeug hält. Danach gehts zurück auf den Camping. Sonnenstore rausgekurbelt, Tisch und Stühle an den Schatten gestellt. Pisco-Time. SommerSonneSatt. Zum Znacht gibts feine Chorizos, Koteletts und Choclos. Danke Heinz, das Fleisch war wie immer super fein. Alles andere ist Beilage. ;0).

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…. wir fahren weiter, Richtung Argentinien. wir wollen über den Paso  los Libertadores nach Mendoza. Bei herrlichstem Sonnenschein geniessen wir die Fahrt nach Portillo, dem einst einzigen Skiort in Südamerika. Hier parkieren wir unseren Brujito und geniessen die Berge…….

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Zum Bettmümpfeli gibt’s im Restaurant Portillo ganz mutterseelenalleine einen feinen Znacht.

 

 

von Punta Choros nach Valparaiso

…. aus dem Tagebuch von Maria

14.2.2016 Valentinstag, Punta Choros zum 3.

Mein lieber Valentin, ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!

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Liebe Maria, ich wünsche Dir viel Liebe zum Valentinstag……. ich liebe Dich

Dicker Hochnebel hängt über dem Meer und über dem Camping. So macht eine Schiffstour keinen Spass. Dafür ausschlafen, gemütlicher Sonntagszmorgen mit Dreiminuteneili und warten auf die Sonne. Sie ziert sich und erscheint erst nach 2. Fötele am Strand. Ein junges Seelöwenmännchen, wird von den Fischern gefüttert. Tiefe (Kampf?) Wunden an Kopf und Körper. Die Möwen und Pelikane streiten sich um Fischreste. Am Abend spazieren wir ins nahe Beizli „Marea Alta“ und lassen uns Fisch, frisch aus dem Pazifik, schmecken.

15.2.2016 Ovalle

Wieder heisst es Abschied nehmen. Zwar fällt es uns diesmal nicht so schwer. Die Sonne macht sich schon wieder rar. Wir fahren nach La Serena, irren ca 2 Stunden im riesigen Hiper Unimart umher bis wir alles beisammen haben. Danach geht es weiter durch karge Gegenden nach Ovalle. Wir sind ziemlich spät dran. Die Wäscherei hat bereits geschlossen. Stellplatz mitten im Ort, nahe der Polizei. Hoffen auf wenig Verkehr. Hausers erschrecken uns mit der Nachricht, dass sie am Sonntag in Santiago auf offener Strasse beraubt worden sind. Farbe angespritzt, vermeintlich hilfsbereit, sind drei Männer mit ihrem Rucksack auf und davon. Das tut uns sehr leid und wir bieten unsere Hilfe an.

16.2.2016 Combarbalà, Observatorio Cruz del Sur

Der Morgen ist trüb und grau, die Wäscherei wäscht nur chemisch, nichts hält uns hier. Wir fahren aus der Ortschaft ins Tal hinaus. Schon bald zeigen sich am Himmel erste blaue Flecken und wir freuen uns über den Sonnenschein. Es geht durch karge Täler, der Talgrund und die bewässerten Hänge sind grün. Viele Rebberge und Fruchtbäume sind vertrocknet. Wassermangel. Seit neun Jahren herrscht Trockenheit.

Freundlicher Empfang in Combarbalà. Plaça de Armas begrünt mit Palmen. Almuerzo, Cazuela de Vacuño, serviert von einer fröhlichen Chilenin. Sie möchte uns unbedingt zu Singen und Tanzen am Abend bewegen. Wir bevorzugen eine Führung im Observatorio Cruz del Sur. Der Stellplatz in der Nähe des Observatoriums lässt sich an Schönheit und Ruhe kaum überbieten. Haben wir ein Glück! Mutterseelenallein, nur die weite Landschaft und die Berggipfel der Cordilleren als Gesellschaft.

Nette Führung im Observatorium, der halbe Mond überstrahlt die Sterne ein wenig. Dafür gibts als Zückerli ein Foto vom Mond direkt vom Teleskop.

17.2.2016 Pichidangui

Herrlich ruhige Nacht. Die Morgensonne scheint in unser Bett. Premiere. Nach einem gemütlichen Zmorge fahren wir durch Täler und über gewundene Strassen in Richtung Meer. Wenn das Wetter so bleibt, stehen wir die nächsten zwei bis drei Tage auf einem Camping direkt an der Bahia. Der Pazifik grüsst dunkelblau. Ist das Leben nicht schön?

18.2.2016 Pichidangui, Bahia Marina

Camping Bahia Marina, Stellplatz gleich hinter der Stranddüne. Eine weite Bucht. Reiten am Strand. Viele Familien, viele haben drei bis vier Kinder. Es lebt. Sünnele, lesen, kreuzworträtseln, aperölen und die Wäsche im Wind flattern lassen. Am Strand weht ein kräftiger Wind. Nach einer Stunde sind wir sandgestrahlt. Sonniger Tag am Meer.

 

19.2.2016 Los Molles, Stellplatz bei den Felsen

In unserer Kasse herrscht Ebbe und in Pichi gibts keinen Bankomat. Briefing beim Frühstück. Was, wann, wohin, warum? Eigentlich wollen wir nach Argentinien. Jedoch von Mendoza bis hinauf nach Salta ist das Wetter die reinste Gewitterküche. Und in Chile purer Sonnenschein. Wir machen den Brujito startklar, fahren zur nächsten grossen Copec Tankstelle und tanken fürs Portemonnaie. Das Nötigste noch einkaufen und schon sind wir unterwegs zum nächsten Dörfchen am Meer. Los Molles, an steiler Küste ein schmaler Landstreifen. Wir stehen am Felsstrand auf einem Parkplatz. Vor uns donnern gewaltige Brecher an Land. Meer pur.

20.2.2016 Los Molles, Parkplatz bei den Felsen

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Die ganze Nacht donnern die Brecher gegen die Felsen. Frühstück mit Meeresrauschen. Spaziergang ins Dorf. Im etwas herunter gekommenen Restaurant Pirata Suizo versuchen wir unser Glück und hoffen auf Internet jedoch vergeblich. Dafür gibts einen wirklich sauren Pisco Sour. Auf dem Rückweg springt uns ein wunderbarer Merluz ins Netz, bzw ins Poschtisäckli.

Heinz übertrifft sich selbst. In zwei Gängen geniessen wir zum Nachtessen Fisch und nochmals Fisch.

21.2.2016 Zappalar, beim Restaurant Chiringuito

Dicker Nebel erwartet uns am Morgen. Es sieht nicht nach einem sonnigen Tag aus. Sonntagsfrühstück mit Eili und danach zusammenräumen. Nochmals zurück in Richtung Pichidangui, Wasser bunkern, Kassette leeren, ev ins Internet. Zu spät merken wir, dass wir so zweimal die Zahlstelle der Autobahn passieren werden. Also Internet ist nicht. Der Rest erledigen wir und fahren gemütlich dem Meer entlang. Es sieht aus wie an der ligurischen Küste. Noble Villen säumen in Zappalar die steilen Hänge. Unser Glück führt uns steil hinunter auf den Parkplatz beim Restaurante Chiringuito. Wir dürfen hier über Nacht bleiben. Dicker trüber Nebel erinnert an Novembertage in der Schweiz. Das Chiringuito verwöhnt uns mit einem Jardin de Marisco, unübertroffen fein.

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22.2.2016 Viña del Mar, Norte 11 oberhalb Copec Tankstelle Gut und ruhig geschlafen. Etwas weniger neblig als gestern Abend. Doch fahren wir weiter in Richtung Valparaiso. Wie schon in Coyhaique versuchen wir in Concon erfolglos unsere Gasflaschen auffüllen zu lassen. Es ist nicht gestattet Gasbomben aus Kunststoff aufzufüllen. Grrrr. In Viña del Mar ist an der Costa Nera, wie in der ganzen Stadt, viel los. Nach einigem Suchen finden wir eine Wäscherei und gleich daneben einen Coiffeur. Bin ich froh. Endlich kann ich mich wieder anschauen. Etwas oberhalb der Küste, bei einer Copec Tankstelle finden wir in einem Seitensträsschen einen guten Stellplatz. Meerblick mit Sonnenuntergang. Und Vollmond.

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in Valparaiso

….wir haben Mühe mit dem Internet. Ich sitze in einem schönen Biergarten in Vina del Mar. Uns gefällt es ausgezeichnet in Chile. Da die Wetterprognosen für Argentinien schlecht sind, bleiben wir an der pazifischen Küste. Zwar hat es jeden Morgen etwas Nebel, aber er verzieht sich nach einigem Blasen und Hoffen uns danach ist herrliche Meerbrise und angenehme Temperaturen. Chile ist verkehrtstechnisch einfach. Nord-Süd-Verbindung ist die Panamericana, eine wunderschön angelegte Autobahn mit herrlicher Aussicht auf die brechenden Wellen und den kargen Berghängen. Dann quer zu den Bergen verschiedene recht gut asphaltierte Bergstrassen hinein ins Irgendwo. viel Landwirtschaft, Weinanbau und eben die Piscotrauben.

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IMG_1380IMG_1330IMG_1325IMG_1371Das Wasser ist kalt…… für ihn nicht…..

IMG_1382Wir wollen weiter, fahren gemütlich der Küste Richtung Valparaiso. In Zapallar gibt einen feinen Jardin de Marisco, mit anschliessendem Filet de Vacuna und einer ganzen Flasche Cormenaire…… in Valparaiso suchen wir uns einen Stellplatz, mal sehen wohin es uns schlägt.

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in Punta Choros

IMG_1108 7.2.2016 Bei Pisco Elqui im Weingarten
Wir sind auf ca 1100m Höhe. Die Nacht war angenehm kühl. Der Himmel hat sein blaustes Blau ausgepackt. Das Flüsslein rauscht mit den Trauerweiden um die Wette. Die Blätter der Reben rascheln, die Sau in ihrem Gatter grunzt zufrieden und nach einer dreistündigen Putzorgie geniessen wir den Tag mit Nichtstun.
Dulce vagancia.

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8.2.2016 San Isidro bei Vicuña
Heute hat Vero Geburtstag. Häppi tu you liebe Vero. Ich denke fest an dich.
Durch die kleinen Strassendörfer mit ihren farbigen Holzhäusern fahren wir zurück in Richtung Vicuña. Die Piscuera Nichos öffnet ihre Türen erst um elf. So lange warten wir nicht, da gibt es noch andere Adressen. In der Piscuera Capel, wahrscheinlich die Grösste der Region, bringen wir uns zuerst einmal mit einem Pisco Sour in Stimmung. Eine junge Guia führt uns durch die Anlage. Wie in der Schule wird das vermittelte Wissen sogleich wieder abgefragt. Leider verstehe ich manchmal nur Bahnhof…aber den Pisco trinke ich sehr gerne.

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Nächste Station, Shelltankstelle. Wasser, WC, Internet.
Nächste Station das Sonnenobservatorium von Carlos (Karl-Heinz) Grob, ein Deutscher, den es nach Vicuña verschlagen hat. Sein Sonnenteleskop steht im Innenhof seines Hauses. Ist das faszinierend! Die nächsten anderthalb Stunden dürfen wir die Sonne beobachten. Sonnenflecken, Protuberanzen, die unregelmässige Oberfläche unseres Lebensspender, all das können wir sehen.

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Und nebenbei erfahren wir bei dieser sehr persönlichen Führung, noch vieles über Erdbeben, das Klima und den Klimawandel.
Nächste Station, die Einladung von Theres zum Znacht im Restaurante Paraiso.
Lauschiger Ort im Innenhof unter Palmen. Ein Küchenchef mit Charme. Entspannte gute Stimmung. Cordero, Sauce mit Wasser verdünnt. Schade.
Nächste Station, Observatorio Mamalluca. Wir fahren beim Eindunkeln im Konvoi den Berg hoch. Fantastisch farbiger Himmel. Noch leichter Dunst. Heute ist Neumond. Ideale Bedingungen. Dann die Sterne! Das Kreuz des Südens sieht man von blossem Auge. Durch das Teleskop werden aber selbst die Sternhaufen im Magellan-Nebel sichtbar. Gewaltig.
Im Dunkeln einen Stellplatz suchen ist nicht einfach. Aber in San Isidro, ein kleiner Vorort von Vicuña, stehen wir beim hübschen Dorfplatz gerade und ruhig.

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9.2.2016 Los Pataguas del Arenal
Kurzer Abstecher zur Shelltankstelle. Danach fahren wir ein Stück das Tal hinauf auf der Suche nach einem Camping oder Stellplatz. Wir finden Los Pataguas del Arenal. Nicht zu nahe an der Durchgangstrasse, stehen auf Gras, Blick auf Hügel und Berge und es hat eine grosse saubere Pileta. Hier bleiben wir.
Es herrlich warm und Badewetter. Wir plantschen in der Pileta. Lassen uns von der Sonne trocknen. Gegen Abend Apéro mit Hausers. Wir spendieren den Callia, Theres die Nüssli, Oliven und Chips.
Nach dem Znacht eine kurze Besprechung. Wir wissen, unsere gemeinsame Reise geht zu Ende. Wir könnten noch zusammen in Richtung Pazifik fahren. Aber ein langer Abschied tut noch mehr weh. Hausers möchten morgen weiter. Wir möchten noch zwei, drei Tage hier bleiben.

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10.2.2016 Los Pataguas del Arenal zum 2.
Lange wach gelegen diese Nacht. In Gedanken bei Hausers und unserer gemeinsam verbrachten Zeit. Fünf Monate waren wir zusammen unterwegs, haben uns gegenseitig geholfen wenn es nötig war, aber auch genug Freiraum gelassen. Ich denke daher hat es auch so gut funktioniert. Wir haben Hausers als richtige Freunde erlebt.
Abschiedsschmerz am Morgen. Wir winken bis ihr Fahrzeug nicht mehr zu sehen ist.

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Am Nachmittag besuchen wir die Pisquera ABA, ein Familienbetrieb, mit etwa einem viertel Prozent des Produktionsvolumen verglichen mit Capel. Wir erfahren noch einige interessante Details über die Pisco Verarbeitung und degustieren Mango Pisco.

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Auch lecker.
Zurück auf dem Camping, ein unbeschreiblich schöner Abendhimmel mit einer silbernen Mondsichel.
Der Platz neben uns bleibt leer. Alles Gute liebe Theres und Peter.

11.2.2016 Los Pataguas del Arenal zum 3.
Morgenbädli, trocknen an der Sonne. Unser Brujito hat einen weiteren Fan. Ein junger chilenische Familienvater aus Santiago findet unser Fahrzeug toll. Ein Gleitschirmflieger, lädt Heinz zu einem Flug ein. Heinz möchte jedoch kein Risiko eingehen. Adressen werden ausgetauscht. Vielleicht sehen wir ihn mal in der Schweiz.
Cocina Solar. Das hat uns gwunderig gemacht. Wir fahren hin und möchten da essen. Vor dem Lokal stehen mehrere kochkistenartige Gebilde und ein grosser Parabolspiegel. Leider ist schon alles zubereitet und nur noch zum Warmhalten stehen Pfannen in den Kisten.

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Menu; Salat, Cabrito al Asado, Arroz und zum Dessert Puddin de Pan.
Salat sehr gut, Cabrito und Arroz etwas trocken aber sonst gut. Dessert, na ja.
Ambiente hübsch, aber das Personal eher gestresst.
Nachträglich entdecken wir eine zweite Cocina Solar. Dort ist Leben, dort wird gezeigt wie gekocht wird. Schade. Jetzt sind wir schon satt.
Nochmals den Abend geniessen. Mondsichel durch Schleierwolken.

12.2.2016 Punta Choros
Bis nachts um ein Uhr beschallt uns der Bass aus einem Radio. Unruhig geschlafen, viel Betrieb auf dem Camping.
Alles zusammen räumen und losfahren in Richtung Pazifik. Wir verlassen das schöne Valle Elqui ungern. La Serena, quirlige Stadt, viel Verkehr.
Nach Higuera, die Abzweigung. Halb Ripio, halb Asphalt rütteln wir nach Punta Choros. Viele Kaktusse.

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Ein kleiner Wüstenfuchs. Gar nicht scheu, lässt er sich füttern.
Ort auf Sand. Sauberer Camping direkt am Meer. Ein kleiner Apéro an der Sonne. Dann bedeckt sich Himmel. Kühl.
Wir essen auswärts. Der Fisch ist nicht schlecht, jedoch kein Höhenflug.
Ist das schön warm im Brujito. 24h als Bettmümpfeli.

13.2.2016 Punta Choros zum 2.
Gut geschlafen. Warm geduscht. Pazifikmorgennebel der von der Sonne bald aufgelöst wird. Warm mit leichter Brise.

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Sehen auf die Mole. Da herrscht ein Kommen und Gehen. Viele Leute fahren hinaus zu den beiden kleinen Inseln. Was gibt es denn zu sehen?

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Morgen werden wir mehr.