Bädele am Atlantik

aktuelle Reiseroute

aus dem Tagebuch von Maria:

Montag, 25. Dezember 2017

Pousada Bougainville, Dunas da Macapa

Nachts, Hufgetrappel neben dem Brujito. Esel oder Kuh? Ich bin zu müde um Nachzuschauen.
Am Morgen sind bei Flut die Sandbänke verschwunden. Bereits tummeln sich wieder die Kiter draussen hart am Wind.

unser Stellplatz bei Pedro, Pousada BougainVille

noch kein Problem für uns

Wir klemmen unsere Klappstühle unter den Arm und machen es uns im Schatten einer Holzpalisade am Strand bequem, schauen beim Zurechtlegen der Kiteausrüstungen und den rasanten Starts zu. Herrlicher, windiger Tag am Atlantik.

Dienstag, 26. Dezember 2017

Flecheiras, Passeio

Pedro hat uns Flecheiras wärmstens empfohlen. Wir fahren möglichst nahe der Küste entlang und staunen über die riesigen Windparks die das Meer säumen.

Am späten Nachmittag erreichen wir den kleinen Ort. Ein paar schöne Häuser und Pousadas, daneben aufgegebene, verlotterte Hütten, ein verwinkeltes Dörfchen mit engen Gassen, viele kleine Läden, alles auf Tourismus ausgerichtet. Nach der vierten Runde durchs Dorf stellen wir uns an die Promenade, mit Blick aufs Meer.

Schön ist es, doch Macapa, das noch nicht so touristisch zurecht gestutzt ist, gefällt uns viel besser.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Fortaleza, Pousada Pepone

Unterwegs viele Brandrodungen. Meistens etwa eine Hektar gross, manchmal das Doppelte. Flaches Land, in der Regenzeit überschwemmt.

Ich gäb ein Königreich für eine Dusche! Die Postos die wir aufsuchen haben wohl Banheiros jedoch ohne Duschen. Kurzerhand stellen wir den Brujito bei einer Shelltankstelle nach dem Wasserbunkern etwas abseits und geniessen eine herrliche Dusche in der privaten Nasszelle.

hier wird geduscht ……….

Ganz nahe bei der Kathedrale da Sé,

auf dem Parkplatz der Pousada Pepone dürfen wir übernachten und tagsüber den Brujito sicher stehen lassen. Anfänglich etwas unschlüssig, aber nach einigem Nachdenken sehr hilfsbereit, offeriert uns der Pousada-Besitzer sogar Strom und Wifi.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Fortaleza, Pousada Pepone

10 km Strand von Fortaleza

City-Tour ist heute angesagt. Die Markthallen sind offen, davor und am Strassenrand stehen viele Verkäufer.

Sie legen ihre Ware auf einer Decke aus, oder tragen sie in Plastiksäcken. Kleider aller Art, sicher sehr billig, werden an den Mann/Frau gebracht. Unbeschreibliches Durcheinander.

Wir orientieren uns am Reiseführer, laufen durch das Kulturzentrum Dragao do Mar (erst am Abend was los), danach gehts zum Ponto dos Ingleses, eine Fussgängerbrücke die ins Meer hinaus führt (alles halb zerfallen). Die lange Promenade ist fast menschenleer, erst an der Praia Meireles gibt es viele Strandbeizli und da hat es auch Leute. Da wir beide nicht unbedingt Nachtschwärmer sind, kehren wir zum Brujito zurück und verbringen den Abend zuhause mit Tortellini a la panna und einem Glas Rotwein.

Freitag, 29. Dezember 2017

Canoa Quebrada, Pousada Via Lactea

Nur 160 km von Fortaleza entfernt, liegt Canoa Quebrada.
Wir haben die Adresse der Pousada Via Lactea und sind glücklich, seit langem wieder einmal ein wenig Komfort zu haben, sprich, Strom, Dusche, WC und Internet. Über eine vierzig Meter hohe Klippe blickt man auf den Atlantik. Wir sitzen unter Palmen und trotz der Hitze ist es mit dem ständigen Wind vom Meer her auszuhalten.

 

Der Ort war in den 1970 Jahren eine Hippiehochburg, ohne Zufahrtstrasse. Seither hat sich einiges geändert, es wurde viel gebaut, es gibt eine „Broadway“ genannte Hauptstrasse mit zig Souvenirläden und Beizen.

Samstag, 30. Dezember 2017

Canoa Quebrada, Pousada Via Lactea

Wir sitzen am Sandstrand unter einem Palmwedeldach, trinken ein kaltes „Choppi“, geniessen Bolhinos de Camarau und schauen den Leuten beim Wellenspringen zu. Ferienstimmung.


Am Abend machen wir den Broadway unsicher, treffen sogar auf einen Schweizer. Pizza mit Anchoas und Vino vermelho, feiner Znacht in der Pizzeria Evoluçao.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Canoa Quebrada, Pousada Via Lactea

Samstag Nacht und Jahresende, Meeresrauschen und unzählige Strandbuggys die wie es scheint die ganze Nacht ihre Runden bei uns vorbei drehen. Natürlich mit sportlichem Motorgedröhn und lauter Musik. Kaum ein wenig eingenickt, kommt der nächste Buggy um die Kurve.

Mit kleinen Augen sitzen wir uns beim Sonntagmorgeneili gegenüber. Wir gehen es heute ruhig an, sitzen im Palmschatten und versenden Neujahrsglückwünsche in alle Welt. Unser Strandbummel führt uns über eine marode Fussgängerpasserelle zu den Gleitschirmfliegern die wir bis jetzt nur aus der Ferne gesehen haben. Sie starten über den Klippen und werden vom kräftigen Wind der Küste entlang getragen. Vielsupergenialschön.

Hier verbringen wir unseren Silvester………………………

Um 23 Uhr spazieren wir zum Broadway hoch. Schon Eingangs der Strasse staut sich die Menschenmenge. Viele junge Leute, die Frauen schön gestylt in langen Kleidern, die vorherrschende Farbe ist weiss. Mit einem Caipi in der Hand lassen wir uns in Richtung Hauptplatz schieben. Keine Ahnung vom Programm. Die Spannung steigt. Ungefähr um Mitternacht bricht die Menge in Jubel aus und mit einer Chlöpfmost-Schlacht und einem Feuerwerk wird das neue Jahr begrüsst.

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