3 Tage Vor-Carnaval in Olinda

Wir geniessen den Camping de Amor in Praia de Pipa mit einer herrlichen Aussicht über die Klippen und das Meer….

….wobei ich doch leider feststellen muss, dass das Wetter nicht grad berauschend ist. Immer ein starker Seewind, häufig ein kleiner Sprutz am Nachmittag oder nachts, nicht sehr heiss aber es hat kaum Mücken. Der Camping ist ganz hübsch, aber an den Strand hinunter ist es ein steiler, weiter Weg.

 Wir verlassen unseren Platz und fahren übers Land mit einsamen Hütten und Dörfchen Richtung Recife. Unser nächster geplanter Halt ist Olinda. Weltkulturerbe, als Vorort von Recife mit bekannter Carnaval-Tradition. Anvisierter Stellplatz ist mitten in der engen Altstadt, also nichts für uns, die Polizei hat auch keine Lösung, und so stellen wir nach 2-maliger Umkurvung des Städtchens den Brujito auf den Parkplatz beim Convent.

 Von hier aus können wir die ganze Vorstadt mit Gassen, Beizchen und Kirchen zu Fuss besuchen. Einzig der abendliche Heimweg die steilen Pflastersteine hinauf haben es in sich …..

Olinda ( übersetzt: wie schön ) liegt an einem Abhang und von der oberen Terrasse geniessen wir einen herrlichen Rundblick über die Stadt (ohne moderne Bauten) und in weiter Ferne die Skyline von Recife.

Die schmalen Kopfsteingassen sind von farbigen Häuserfronten geprägt, es wirkt alles noch authentisch und belebt, und an den neuralgischen Strassenecken zwängen sich die jungen Gäste in die Bars. 

Carnaval ist bereits überall. In den Museen, in den Gassen und Bars. 

… und abends geht die Post los. Alles überfüllt, fast kein Durchkommen mehr. Einzelne Carnaval-Blocs ziehen durch die Strassen und blasen uns die Ohren voll. Der Bierkonsum steigt, es wird Frevo getanzt.

Dann besuchen wir natürlich auch noch einige Kirchen und Klöster. Teilweise sehr schön restauriert, teilweise aber auch in eher erbärmlichen Zustand.

Zum schönen Abschluss genehmigen wir uns noch eine eiskalte Kokosnuss und fahren am Montag Morgen Richtung Recife Stadtzentrum.

weiter südwärts an der Küste Brasiliens

aktuelle Reiseroute:

aus dem Tagebuch von Maria:

Donnerstag, 4. Januar 2018

Maracajaù, Camping Aldeia

Heute heisst es endgültig Abschied nehmen von Canoa Quebrada, von der schönen Aussicht, vom samtweichen Rasen und dem exklusiven Stellplatz. Fünf herrliche Tage haben wir hier verbracht. Leider kratzt seit gestern mein Hals und eine Erkältung meldet sich an. Nöd scho wider!!!
Gute Fahrt. Kurzer Ausraster meinerseits, rechts einspuren um links abzubiegen!?! Hat nicht ganz geklappt.

Abschied vom herrschaftlichen Rasenplatz

Viele leere Holz- und Kartonhäuser von Wander-Feldarbeitern

dieses Weiss-Büschel-Aeffchen können wir nicht mitnehmen


Dank ungenauem GPS erreichen wir den Camping in Maracajaù erst in der Abenddämmerung. Neben zwei anderen Campern wird uns ein Platz zugewiesen und prompt versumpft der Brujito im tiefen Sand. Alle Mann schieben. Nochmals versuchen. Jetzt versinken die Vorderräder fast bis zur Stossstange im Sand. Räder ausgraben, mit Hilfe von Brettern und tatkräftigem Schieben wird unser tapferes Wägeli befreit.


Kurzes Znacht, Gschwellti, Chorizo und Tomaten-Zwiebel Salat.
Neocitran für mich und meinen sturmen Kopf.

Freitag, 5. Januar 2018

Maracajaù, Camping Aldeia

Der eine Camper hier am Platz gehört einer argentinischen Familie die wir bereits in Barreirinhas angetroffen haben. Sie fahren heute schon wieder weiter nach Natal. Man sieht sich.


Da hab ich mir eine gemeine Erkältung angelacht. Ich versuche meinen sturmen Kopf mit zwei Caipirinhas zu heilen was nicht ganz glückt.
Zum Znacht gibts Kotelettes, Ratatouille, danach für mich Neocitran und mindestens eine Haushaltrolle Papier für die laufende Nase. Wäääh.

Samstag, 6. Januar 2018

Maracajaù, Camping Aldeia

Gut geschlafen. Palmblätter rascheln im Wind, sonst ist es ruhig.
Morgendusche in der sauberen Anlage. Frühstücken, Morgennews lesen. Strandspaziergang in Richtung Dorf. Hier wird mit grossem Eifer im Sand Fussball gespielt.

Im Dorflädeli erstehen wir eine Ananas und eine Orange, das morgige Frühstück ist damit gerettet. Im Beizli über dem Meer gibts einen Nami-Caipi. Wir reservieren einen Tisch fürs Nachtessen. Freu mich drauf.

Sonntag, 7. Januar 2018

Maracajaù, Camping Aldeia

Das gestrige Nachtessen ist unter „Experiment“ einzustufen. Fisch, (wo war eigentlich der Fisch?) Camaroes und Polvo (Gummitintenfisch) im Eintopf mit Korianderblättern garniert, dazu Reis, zwei grosse geschwellte Kartoffeln und scharfes Öl.


Sonntag. Ruhetag.
Kaum bin ich wach, schleicht sich die Erkältung mit Niesen, Schneuzen und Husten wieder an. Ich bin nicht richtig fit.
Ein langer Strandspaziergang klärt ein wenig den Kopf.
Mit einem Apero und Peixe crocante verderben wir uns den Appetit aufs Znacht.

Montag, 8. Januar 2018

Natal, Ponta Negra

Fix räumen wir unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Weg nach Natal. Beim überqueren der Newton Navarro Brücke breitet sich die Skyline von Natal vor unseren Augen aus.


Erste Dringlichkeit: Wäscherei. Nachdem wir unsere Wäscheberge abgegeben haben, suchen wir in Ponta Negra, dem Stadtstrand von Natal, einen Platz zum Übernachten. In einer kleinen Stichstrasse die in einer breiten Treppe zum Strand mündet, stehen wir sicher und ruhig.

Wie die Touristen schlendern wir der Strandpromenade entlang. Auch hier gibts feine Caipis und wir lassen uns dazu noch Iscas de Peixe aufschwatzen (dabei hätten wir lieber ein Pastel gehabt).
Viel Militärpräsenz.

Dienstag, 9. Januar 2018

Praia da Pipa, Camping do Amor

Nach dem Frühstück fahren wir zum ältesten Fort Brasiliens, Forte dos Reis Magos. Das aus dem sechzehnten Jahrhundert stammende Bauwerk, wurde Anfangs Neunziger Jahre restauriert, bald sieht man jedoch nichts mehr davon. Beklemmendes Gefühl bei der Vorstellung hier leben zu müssen.

Danach gehts zum nächsten Superlativ von Brasilien: dem grössten Cashewbaum der Welt in Pirangi. Er bedeckt eine Fläche von 8500m2 und würde noch weiter in die Breite wachsen, ist jedoch rundherum von Strassen umzingelt. Für 8 Reais laufen wir auf Holzstegen unter dem Blätterdach des riesigen Baumes durch die Anlage. Eine Aussichtsplattform ermöglicht einen Blick von oben auf den Gigant. Wirklich eindrücklich.

Am Nachmittag erreichen wir den Camping do Amor in Praia da Pipa und stehen oben auf den Klippen, mit Blick auf den Strand und die unzähligen Surfer.

 

Wir sind On the Top of the sea.

Canoa Quebrada

Wir geniessen eine herrliche Woche am Strand der Canoa Quebrada. Etwas über den roten Klippen, in einer kleinen Pousada mit feinem, weichen grünen Rasen, haben wir unseren Brujito plazieren können.

Der Strand ist einmalig. Es herrscht hier eine Tide von 4-5m, und gegen Mittag bei Ebbe ist der weite Sand kilometerweit  herrlich weich und eben sandig. Das Wasser sauber, warm und wir bädelen gemütlich in den Wellen. Alte spezielle Fischerboote fahren die brasilianischen Touristen querab aufs Meer.

Gegen Abend steigt das Wasser und wir müssen bald mit den Stühlen flüchten…..

Der Caipirinha hat aber trotzdem geschmeckt. ( übrigens brasilianischer Fortaleza-Haarschnitt )

Bädele am Atlantik

aktuelle Reiseroute

aus dem Tagebuch von Maria:

Montag, 25. Dezember 2017

Pousada Bougainville, Dunas da Macapa

Nachts, Hufgetrappel neben dem Brujito. Esel oder Kuh? Ich bin zu müde um Nachzuschauen.
Am Morgen sind bei Flut die Sandbänke verschwunden. Bereits tummeln sich wieder die Kiter draussen hart am Wind.

unser Stellplatz bei Pedro, Pousada BougainVille

noch kein Problem für uns

Wir klemmen unsere Klappstühle unter den Arm und machen es uns im Schatten einer Holzpalisade am Strand bequem, schauen beim Zurechtlegen der Kiteausrüstungen und den rasanten Starts zu. Herrlicher, windiger Tag am Atlantik.

Dienstag, 26. Dezember 2017

Flecheiras, Passeio

Pedro hat uns Flecheiras wärmstens empfohlen. Wir fahren möglichst nahe der Küste entlang und staunen über die riesigen Windparks die das Meer säumen.

Am späten Nachmittag erreichen wir den kleinen Ort. Ein paar schöne Häuser und Pousadas, daneben aufgegebene, verlotterte Hütten, ein verwinkeltes Dörfchen mit engen Gassen, viele kleine Läden, alles auf Tourismus ausgerichtet. Nach der vierten Runde durchs Dorf stellen wir uns an die Promenade, mit Blick aufs Meer.

Schön ist es, doch Macapa, das noch nicht so touristisch zurecht gestutzt ist, gefällt uns viel besser.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Fortaleza, Pousada Pepone

Unterwegs viele Brandrodungen. Meistens etwa eine Hektar gross, manchmal das Doppelte. Flaches Land, in der Regenzeit überschwemmt.

Ich gäb ein Königreich für eine Dusche! Die Postos die wir aufsuchen haben wohl Banheiros jedoch ohne Duschen. Kurzerhand stellen wir den Brujito bei einer Shelltankstelle nach dem Wasserbunkern etwas abseits und geniessen eine herrliche Dusche in der privaten Nasszelle.

hier wird geduscht ……….

Ganz nahe bei der Kathedrale da Sé,

auf dem Parkplatz der Pousada Pepone dürfen wir übernachten und tagsüber den Brujito sicher stehen lassen. Anfänglich etwas unschlüssig, aber nach einigem Nachdenken sehr hilfsbereit, offeriert uns der Pousada-Besitzer sogar Strom und Wifi.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Fortaleza, Pousada Pepone

10 km Strand von Fortaleza

City-Tour ist heute angesagt. Die Markthallen sind offen, davor und am Strassenrand stehen viele Verkäufer.

Sie legen ihre Ware auf einer Decke aus, oder tragen sie in Plastiksäcken. Kleider aller Art, sicher sehr billig, werden an den Mann/Frau gebracht. Unbeschreibliches Durcheinander.

Wir orientieren uns am Reiseführer, laufen durch das Kulturzentrum Dragao do Mar (erst am Abend was los), danach gehts zum Ponto dos Ingleses, eine Fussgängerbrücke die ins Meer hinaus führt (alles halb zerfallen). Die lange Promenade ist fast menschenleer, erst an der Praia Meireles gibt es viele Strandbeizli und da hat es auch Leute. Da wir beide nicht unbedingt Nachtschwärmer sind, kehren wir zum Brujito zurück und verbringen den Abend zuhause mit Tortellini a la panna und einem Glas Rotwein.

Freitag, 29. Dezember 2017

Canoa Quebrada, Pousada Via Lactea

Nur 160 km von Fortaleza entfernt, liegt Canoa Quebrada.
Wir haben die Adresse der Pousada Via Lactea und sind glücklich, seit langem wieder einmal ein wenig Komfort zu haben, sprich, Strom, Dusche, WC und Internet. Über eine vierzig Meter hohe Klippe blickt man auf den Atlantik. Wir sitzen unter Palmen und trotz der Hitze ist es mit dem ständigen Wind vom Meer her auszuhalten.

 

Der Ort war in den 1970 Jahren eine Hippiehochburg, ohne Zufahrtstrasse. Seither hat sich einiges geändert, es wurde viel gebaut, es gibt eine „Broadway“ genannte Hauptstrasse mit zig Souvenirläden und Beizen.

Samstag, 30. Dezember 2017

Canoa Quebrada, Pousada Via Lactea

Wir sitzen am Sandstrand unter einem Palmwedeldach, trinken ein kaltes „Choppi“, geniessen Bolhinos de Camarau und schauen den Leuten beim Wellenspringen zu. Ferienstimmung.


Am Abend machen wir den Broadway unsicher, treffen sogar auf einen Schweizer. Pizza mit Anchoas und Vino vermelho, feiner Znacht in der Pizzeria Evoluçao.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Canoa Quebrada, Pousada Via Lactea

Samstag Nacht und Jahresende, Meeresrauschen und unzählige Strandbuggys die wie es scheint die ganze Nacht ihre Runden bei uns vorbei drehen. Natürlich mit sportlichem Motorgedröhn und lauter Musik. Kaum ein wenig eingenickt, kommt der nächste Buggy um die Kurve.

Mit kleinen Augen sitzen wir uns beim Sonntagmorgeneili gegenüber. Wir gehen es heute ruhig an, sitzen im Palmschatten und versenden Neujahrsglückwünsche in alle Welt. Unser Strandbummel führt uns über eine marode Fussgängerpasserelle zu den Gleitschirmfliegern die wir bis jetzt nur aus der Ferne gesehen haben. Sie starten über den Klippen und werden vom kräftigen Wind der Küste entlang getragen. Vielsupergenialschön.

Hier verbringen wir unseren Silvester………………………

Um 23 Uhr spazieren wir zum Broadway hoch. Schon Eingangs der Strasse staut sich die Menschenmenge. Viele junge Leute, die Frauen schön gestylt in langen Kleidern, die vorherrschende Farbe ist weiss. Mit einem Caipi in der Hand lassen wir uns in Richtung Hauptplatz schieben. Keine Ahnung vom Programm. Die Spannung steigt. Ungefähr um Mitternacht bricht die Menge in Jubel aus und mit einer Chlöpfmost-Schlacht und einem Feuerwerk wird das neue Jahr begrüsst.

an die Küste von Nordbrasilien

aus dem Tagebuch von Maria:

Samstag, 16. Dezember 2017

Posto in Capanema

Eine weitere ruhige Nacht bei der Kathedrale. Vor der Weiterfahrt müssen wir die Vorräte auffüllen. Im Supermercado Lider bekommen wir alles was wir brauchen.
Unsere Route führt durch Palmenurwald, durch Brandrodungen geschundene Landschaft und armselige kleine Dörfer.


Wir richten uns auf einem Lastwagenposto ein und wollen hier übernachten.

Sonntag, 17. Dezember 2017

Alcàntara

Nächstes Ziel ist Alcàntara, ehemalige Hauptstadt des Bundesstaates Maranhão. Vor beinahe vierhundert Jahren ist Alcàntara durch Sklavenwirtschaft zu grossem Reichtum gekommen. Nach dem Verbot der Sklaverei begann der Niedergang. Viele Häuser stehen leer und verfallen, aber der ganze Ort steht unter Denkmalschutz. Besonderes Merkmal sind die mit Keramikkacheln überzogenen Häuserfassaden.

Wir stellen uns neben die Prefeitura. Nieselregen.

Montag, 18. Dezember 2017

Sao Luis, Catedral da Sé

Den Morgen verbringen wir noch in Alcàntara und spazieren durch den Ort. Fast ausschliesslich Kleiderläden säumen die Strassen. Wohl eher für Touristen.
Im Restaurante Colonial gibts feinen Fisch mit den üblichen Beilagen. Und dazu ein eiskaltes Bier, „estupidamente gelada“ „kalt wie blöd“, sagen dazu die Brasilianer.
Wir fahren nach Cajupé um die Fähre nach Sao Luis zu nehmen. Nach zwei Stunden warten sind wir als Letzte in der Schlange bereit an Bord zu gehen. Aber NEIN, da kommt noch ein Ambulanzfahrzeug und das hat Vortritt. Weitere zwei Stunden warten. Jenu, wir haben ja Zeit.


In Sao Luis steht der Brujito militärpolizeilich abgesegnet, genau vor der Catedral da Sé.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Sao Luis, Catedral da Sé

Am Abend wird die Front des Präsidentenpalast mit einer riesigen Licht-und Musikshow bespielt. Thema: Weihnacht. Fantastisch!
Viel Wäsche hat sich seit Porto Velho angesammelt. In vier grossen Säcken bringen wir sie in die nächste Wäscherei.
Nach einem köstlichen Mittagsbüffet (und schnellem Internet) im Grand Sao Luis, laufen wir treppauf, treppab durch die Gassen der Altstadt.

Sehen mit Azulejos verzierte Fassaden, teils schön renovierte Häuser, aber auch durch Stahlträger gestützte Ruinen deren einstige Schönheit noch zu erahnen ist. Sao Luis, Weltkulturerbe der Unesco.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Barreirinhas Portal do Sol

Wir wollen nicht weiterfahren ohne einen Blick auf den berühmten Goldaltarraum in der Kathedrale zu werfen. Prachtvoll leuchtet er aus dem Dunkel der Kirche. Kunstvoll geschnitzte kleine Bilder stellen beeindruckend den Leidensweg Jesus dar.


Einkaufen, Wäsche abholen und jetzt sind wir unterwegs nach Barreirinhas, zu den Dünen von Marahenses.
Der Brujito findet ein Plätzchen im Lastwagenposto der Shell. Die Besitzerin der angrenzenden Pousada wollte uns für einen Platz mitten in einer Schutthalde 30 Reais für Strom abknöpfen. Nein danke. Da stehen wir lieber zwischen Lastwagen, ohne Elektrisch.

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Barreirinhas Portal do Sol

Ausflug in die Lençois Marahenses. Pünktlich holt uns der Touritransporter ab. Nach kurzer Strecke überqueren wir einen Flussarm und dann erwartet uns eine eindrückliche Fahrt über Sandpisten. Schütteln, holpern, schaukeln, hopsen, mühlen, es ist alles dabei. Dazwischen heisst es den Kopf einziehen wenn Baumäste ans Dach schlagen. Dann erreichen wir die Dünenlandschaft. Da es von März bis Mai viel regnet, füllen sich die Dünentäler mit Wasser und es entsteht eine zauberhafte Lagunenlandschaft in verschiedenen Blau-und Grüntönen.

Bilder davon haben wir gesehen. Im Dezember sind die Lagunen jedoch fast ausgetrocknet. Trotzdem ist die Wüstenlandschaft eindrücklich schön.

Freitag, 22. Dezember 2017

Barreirinhas Portal do Sol

Bootsausflug nach Caburé. An der Anlegestelle von Barreirinhas werden wir von unserer Bootsführerin in Empfang genommen. Zusammen mit einer Gruppe Brasilianer verbringen wir den Tag auf dem Rio Preguiças und fahren verschiedene Stationen an. Blauer Himmel und Sonnenschein, das haben wir schon lange nicht mehr gesehen und geniessen es doppelt. Vassouras heisst unser erster Stopp, eine Ansammlung palmwedel gedeckter Hütten, ein Beizli, Souvenirs und hinter den Hütten gewaltige Dünen. Kleine Äffchen lauern auf den Palmen, springen auf die Leute herunter und erwarten etwas zu fressen.

Gekreisch und Gelächter. Über 160 Stufen klettern wir auf den Leuchtturm von Mandacaru. Der Rundumblick zeigt die grossen und kleinen Lençois, den Rio Preguiças und geht bis zum Atlantik.

Caburé, unser Ziel. Almoço mit Fisch und Beilagen. Siesta in der Hängematte. Kurzer Abstecher an den Atlantik, unendliche Weite. Herrlich.

Samstag, 23. Dezember 2017

Bougain Villa, Macapà

Die ersten 30Km in Richtung Parnaiba geht unser Weg über Sandverwehungen und Steine. Ab Paulino Neves fahren wir wieder auf Asphalt und wie eine Berg- und Talbahn geht die Strasse in kurzen, steilen Wellen rauf und runter. Cool.


Das Hostal Delta in Parnaiba würde uns einen Stellplatz anbieten. Aber eingepfercht zwischen Mauern, fast wie in einer Garage? Wir brauchen Luft und uns ziehts ans Meer.
Zuerst noch Einkaufen für die Festtage, wir brauchen nicht viel. Im kleinen Dörfchen Macapà, Kiterparadies, direkt am Atlantik, finden wir einen Platz bei der Pousada Bougain Villa. Sehr gastfreundlich und unkompliziert bekommen wir die Erlaubnis neben der Pousada zu stehen und es gibt Strom, Internetzugang, Dusche. Supi.

Sonntag, 24. Dezember 2017

Pousada Bougain Ville, Dunas da Macapà

Absolute Stille in der Nacht, ab drei Uhr unterbrochen durch einen Frühaufsteher Güggel und ab und zu dem Schluchzen eines Esels.
Früchte-Frühstück mit Cafezinho, danach Weihnachtsgrüsse verschicken. Das Internet ist schwach und schwankt stark. Heinz ist genervt, viel Aufwand für wenig Erfolg.


Wir spazieren zum Meer. Ursprünglich und unverbraucht öffnet sich die grosse Bucht, die Ebbe legt viele Sandbänke frei, in Ufernähe entstehen Lagunen in denen man herrlich baden kann. Weit draussen, die Gischt des offenen Meers. Kräftiger Wind lässt die Kiter übers Wasser fliegen. Ich zähle an die dreissig farbige Segel.


Heilig Abend bei Pedro in der Pousada. Es gibt Fischfilet auf Kartoffeln aus dem Ofen und Salat. Zusammen mit zwei anderen Gästen verbringen wir einen gemütlichen Abend.

Zuhause im Brujito zünden wir noch eine Kerze an, lassen die Weihnachtslichtlein brennen und denken an alle unsere Lieben zuhause.