Nach Norden in den Chaco ….

Wir wollen relativ zügig nach Paraguay …. 1747 km in 4 Tagen

Montag morgen fahren wir los, Richtung Norden alles auf der recht teuren Autobahn. Erste Tagesetappe bis Rosario, der grossen Industriestadt am Rio Parana. Da der geplante Camping nicht existiert, finden wir einen Stellplatz am Hafen und besichtigen das frisch renovierte Monumento de la Bandera.

Wir geniessen die Zweisamkeit im Brujito mit einer feinen Portion Spaghetti.

Wir verlassen die Autobahn und benützen die Ruta 34 für die Weiterfahrt. Jetzt geht’s durch die Pampa, riesige Felder von Viehweiden und abwechselnden Getreidefeldern säumen die Strasse, die Strasse ist gestopft mit vollen Transport-Camions. Völlig überraschend werden die Eisenbahntrasses wieder revidiert und auch für den Materialverlad benutzt. Trotz der vielen Camions ist der Verkehr recht flüssig und unser Brujito zeigt mit seinem 3l-Motor seine Stärke. Wir fahren bis nach Ceres und lassen uns von einem Polizisten einen ruhigen Stellplatz neben dem Bahnhof zeigen. Doch es wird eine strenge Nacht, Züge mitten in der Nacht, mit lauten Hupen, Anfahren und Halten, im Einklang mit 5-6 streunenden Hunden.

Doch wir freuen uns auf die Weiterfahrt durch die grüne Landschaft. Die Camions nehmen ab, das Land wird karger, dafür fliegen tausende von Vögeln vor unserem Auto durch….. 2 leider nicht. Wir erreichen die Provinz von Chaco, im Dörfchen Presidente Roque Saenz Pena finden wir den Camping Municipal. Wir sind die Einzigen, kein WC und kein Licht, wir können direkt neben dem Wärterhäuschen übernachten. Den Abend beschliessen wir mit einer Pizza und den Morgen mit einer warmen Dusche in unserem Brujito auf 1m2.

Ab jetzt sind wir praktisch alleine in der unberührten Landschaft, die Strasse ist nicht schlecht, einzig alle 5 km ein paar Löcher lassen uns etwas vorsichtig manövrieren. Die nördlichste Provinz von Argentinien ist Formosa, karg, wild, unberührt und relativ sauber in den kleinen Dörfchen. Wir übernachten hinter einer Tankstelle in Villa General Manuel Belgrano, und ausser den obligaten Camionfahrern mit laufenden Motoren stören uns die läufigen bellende Hunde. Es wird wie auf Schlag heiss, wir fühlen schon 35 Grad. Am Morgen gönnen wir uns eine kalte Dusche und fahren nun der paraguayanischen Grenze nach in Richtung Asuncion. Die Grenze erreichen wir gegen Mittag, all die Camions stellen sich in eine Reihe,  wir können problemlos vorbeiziehen und benötigen keine Stunde für die Formalitäten.

Asuncion können wir umfahren, doch einmal mehr realisieren wir sofort die Armut,  die Eigentümlichkeit und die ursprüngliche indianische Lebensform in Paraguay. Die Leute sind sehr nett, hilfsbereit und fröhlich. Ihre Lebensweise ist unglaublich einfach und primitiv, und mit der zugehörenden Unordnung kann man sich ein Weiterentwickeln nur sehr schwer vorstellen. Wir erreichen am Nachmittag unser erstes Ziel, den Stellplatz von Hasta la Pasta. Marion und der Nudel-Rene begrüssen uns und wir nehmen als vorläufig einzige Gäste den Platz in Beschlag…..

 

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