in Dietlikon

Liebe Familie und Freunde,

wir sind seit bald 6 Wochen wieder glücklich und zufrieden in der Schweiz auf unserem Terassenplätzli im Obstgarten. Wir haben uns recht rasch wieder an Schweizer-Verhältnisse gewöhnt, an die wunderschöne Natur im Frühling, aber auch an das unvorstellbar grosse Verkehrsaufkommen rund um Zürich. Erste Familien- und Freundestreffen fanden statt, andere werden noch kommen.

Leider bin ich aber auch seit Wochen blockiert bezüglich Knie. Nach Untersuchungen im Balgrist und der Schulthess-Klinik habe ich mich entschieden, die grosse Operation zu wagen. Ich erhalte von Dr. Preiss ( Schulthess ) ein neues Kniegelenk, dazu noch von einer Organspende einen Streckapparat . ( Kniescheibe mit Bänder ) Leider warte ich nun doch auch schon seit Wochen auf diese Kniescheibe, erwarte eigentlich ständig einen Telefonanruf mit dem Aufgebot, und werde immer wieder vertröstet.

Bald heisst es auch für uns, Bilanz der letzten Monate zu ziehen. Die Höhepunkte unserer Reise, die Vor- und Nachteile des Reisens mit dem Camper, die schönen und interessanten Treffen mit anderen Reisenden, Argentiniern, Chilenen oder wer auch immer. Wir haben einen Riesenberg von neuen Erfahrungen, neuen Fotos und Filme und werden dies in aller Musse erst noch verarbeiten müssen.

Wir werden erstmals einen Diavortrag zusammenstellen, all die 5000 Fotos auf eine zu vertretende  Aufnahmefähigkeit von max. 45 Min reduziert. Interessierte dürfen sich dann melden, ein gemütlicher Abend bei uns oder anderswo kann organisiert werden.

Veröffentlicht unter 2016.

in Buenos Aires

Wir geniessen das herrliche Wetter und die einsamen, wilden und kurvigen Strassen in den Sierras von San Luis.

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unterwegs einmal mehr die Strassenheilige Difunta Correa

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dann nähern wir uns Buenos Aires, alles flach und platt, endlich mal eine Eisenbahn in Betrieb,

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ein Storch ohne Nachwuchs und sonst Soya im Quadrat. Halt, der Storch hat auch uns ein Nestchen gebracht.

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Frohe Ostern

in Trapiche

aus dem Tagebuch von Maria ………………

15.3.2016 Camping ACA, Villa Carlos Paz

Trotz der vielen Abendschulbesuchern eine ruhige Nacht. Die Polizei hat sich auch noch bei uns vorgestellt und unsere Pässe kontrolliert. Alles i.O. Wir machen uns auf den Weg in Richtung Cordoba. Schnurgerade Strasse. Nach einer Weile setze ich mich ans Steuer. Schlechte Strasse, lange Baustellen, viel Gegenverkehr. In Jesus Maria möchten wir einkaufen. Es ist 15.00 Uhr. Alles geschlossen. Ich bin genervt über die Verkehrsführung, hier Contramano, da Doblemano, im Schatten der Bäume sieht man die Lomos (Schwellen) fast nicht. Ich rumple über eine Schwelle. Mensch, das nervt vielleicht. Vor Cordoba bitte ich Heinz zu fahren. Ich schaue dafür am Pocket Earth auf den Weg und verpasse prompt den Autobahnanschluss nach Carlos Paz. NICHT MEIN TAG! Danke Heinz für deine Geduld.

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Der grosse ACA-Camping ist beinahe leer. Wenige Zelte und zwei riesige Camper, einer mit SG Nummer, der andere mit einem F. Ein Schweizer Paar und ein Deutscher mit französischer Nr. Sie sind unterwegs mit einem Begleitfahrzeug (für Ausflüge) und zwei Hunden. Wollen noch weiter nach Peru und in ca. 4 Monaten zurück in die Schweiz.

Wir machen uns zu Fuss auf den Weg in das Casa de Pollo. Für den Znacht. Ich sehe in Gedanken schon ein braun gebratenes Güggeli auf dem Teller. An der Tür steht „Cerrado“. Wir begnügen uns mit einem Mikrowellengericht in der ACA Tankstelle.

Zum Trost hat es da Internet.

 

16.3.2016 Camping ACA, Villa Carlos Paz zum 2.

Ruhetag, wir bleiben den ganzen Tag auf dem Camping. Alle Rako Kisten werden ausgeräumt und entstaubt. Zu zweit gehts halt schon schnell. Morgen wollen wir das Boiler Problem einem Womo-Konstrukteur zeigen. Daher muss der Brujito sauber sein. Dann Handwäsche der Waschlappen. Habe noch keine saubere Lösung gefunden. Die Wäschereien waschen allesamt mit kaltem Wasser. Die Waschlappen riechen schon nach einem Tag grüselig. Da freu ich mich doch tatsächlich auf meine Waschküche!!

Zum Znacht gibts feine Choclos und Lomo. Miam!

Und zum Dessert die vierte Staffel 24 H.

 

17.3.2016 Camping ACA, Villa Carlos Paz zum 3.

Um zehn Termin bei Gibertcar in Cordoba. Die Adresse haben wir von Erich erhalten. Es ist drückend heiss. Wir räumen den Brujito hinten leer und warten erst mal eine Stunde bis der Techniker Zeit hat. Der Boiler wird ausgebaut, ein O-Ring ist gerissen und wird ersetzt. Zuerst wird er als Ursache des Problems angeschaut. Leider läuft der Boiler nach dem Einbau trotzdem nicht. Wahrscheinlich ist die Elektronik schadhaft. Heinz wird sie ausbauen und mit in die Schweiz nehmen. Nach vier, unter der prallen Sonne, schweisstreibenden Stunden ist alles wieder zusammengebaut und eingeräumt. Ich stehe kurz vor einem Hitzschlag. Da das Problem nicht gelöst werden konnte, berechnet uns die Firma für die Arbeit nur 600 Pesos (40.-Fr.) Wäsche abgeben in der Lavanderia.

Auf dem Camping, kleiner Apéro mit Silvia, Erich und Olli.

Danach Pizza in Beiz. Fertigteigboden (pickelhart) mit Belag.

 

18.3.2016 Camping ACA, Villa Carlos Paz zum 4.

Donnergrollen um fünf Uhr früh. Regen prasselt aufs Dach. Es ist kühl. Laut Wetterbericht hellt es erst gegen Abend wieder auf. Wir lassen das Elektro-Öfeli laufen und vertreiben die feuchtklamme Luft aus dem Brujito. Heinz arbeitet an der Homepage und ich lese, schreibe und leuele ein bisschen.

 

19.3.2016 Alta Gracia

Bedeckter Himmel, kühl. Abschied vom ACA. Parkplatzsuche in Cordoba erfolgreich. Mit Hilfe eines Keils fährt Heinz den Brujito mit einem Vorderrad aufs Trottoir. Perfekt gemacht. Viele Obdachlose. Auch die Plaça San Martin ist Treffpunkt eher armer Gestalten. Die Kathedrale ist erst am Sonntag wieder geöffnet, ebenso die Iglesia Santa Teresa, älteste Kirche Argentiniens. Sicher ist auch der trübe Himmel dafür verantwortlich, dass wir nicht warm werden mit dieser Stadt. Die ganze Gasse neben der Kathedrale hängt voller Bilder der Opfer der Militärregierung.

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Zwei Empanaditas und ein Gläschen Torrontès und nichts wie weg. Weiterfahrt nach Alta Gracia. Abstecher zur Capilla de Lourdes. Es fiserlet. Trüb, kalt. Wir kehren ohne Andacht um, finden mitten im Ort am Weiher einen Stellplatz. Für sagenhafte 400 Pesos essen wir im Restaurant Hispaña, Jamon Crudo mit Palmitos con Salsa Golf, Paella de Marisco, Helado con Brownie, trinken eine kleine Flasche San Felipe, ein Mineral mit Gas und zwei Carajillos . Ob sie sich nicht verrechnet haben?

 

20.3.2016 Nono

Trüber Morgen. Weiterfahrt über die Cumbres (Hügel). Ziel Nono. Das Wetter wird immer trüber. Ab 1000m fahren wir im dichten Nebel mit Sprühregen. Von der sicher schönen Umgebung sehen wir gar nichts. Kurve um Kurve, Nebel und Nässe.

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In Nono finden wir einen geöffneten Camping am Fluss. Parkieren und auf Wetterbesserung hoffen. Der Regen hat aufgehört. Heinz macht ein schönes Feuer und brätelt ein Stück Lomo. Dazu gibts Gurken, Tomaten, Zwiebel- Avocadosalat.

21.3.2016 San Francisco del Monte de Oro

Sechs Kilometer ausserhalb von Nono liegt das Museum Rocsen. Es wurde 1969 von einem Bretonen der nach Argentinien ausgewandert war eröffnet. Wir verweilen fast drei Stunden in den Räumen. Angefüllt mit einem Sammelsurium von Sachen, von Mineralien über Einrichtungsgegenständen aus der Siedlerzeit, Muscheln, ausgestopften Tieren, Feuerzeugen, Medizinischen Geräten, Radios, Haute Couture Anfang 19.Jahrhundert,

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Druckmaschinen, Kutschen, Skeletten, Mumien, Schrumpfköpfen, Heiligen Statuen, Waffen, Nähmaschinen und vieles mehr.

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Wir wollen weiter, in die Sierras de San Luis. Auf dem Weg dahin machen wir Halt in San Francisco del Monte de Oro. Die Iglesia de la Sagrada Familia bestimmt das Bild an der Plaça. Rechts und links vom Kirchenschiff je ein Kirchturm. Elektronisches Big Ben Geläut zur vollen Stunde. Und um 12 Uhr Mittags öffnen sich die Fensterflügel im rechten Turm und unter den Klängen von „Halleluja“, erscheint der heilige Franziskus von Assisi um Frieden zu spenden. Ausser uns bleibt niemand stehen.

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Znacht in der nahen Boliche. Das Lomito mit Guarnicion entpuppt sich als zu Tode gebratenes Schnitzel mit je einer Scheibe Schinken und Käse. Dazu Salat a la Dimitar. Trotz allem, nettes Gespräch mit dem Jefe und Frau. Stellplatz in Seitenstrasse.

22.3.2016 Trapiche, Camping Municipal

Kurzer Halt beim Santuario de la Virgen de Lourdes. Lebenswerk eines Mannes. Dann fahren wir hinauf in die Sierras. In unzähligen Kurven schlängelt sich die Betonpiste Bergwärts. Auf das waren wir nicht gefasst.

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Spektakulärer Blick in die Ebene. Und plötzlich Kondore. Wir steigen aus und beobachten die majestätischen Vögel bei ihrem lautlosen Kreisen im wolkenlosen Himmel. Drei, vier, sogar einmal sieben Vögel über unseren Köpfen. Wir können uns nicht satt sehen.

Nach zwei vergeblichen Versuchen bei Omar I und Omar II, gibts in Trapiche im Miralejos unsere obligaten Empanadas mit einem…was wohl. Natürlich Wein aus Trapiche. Auf dem Camping Municipal, direkt am klaren Flüsslein, ist es uns wohl.

 

in Recreo

aus dem Tagebuch von Maria ……………..

2.3.2016 Mendoza, Camping Mangruyo

Vor der Weiterfahrt unterhalten wir uns mit Helga und Dirk , ein nettes Paar welches mit ihrem Sprinter diese Nacht neben uns gestanden hat. Nach vier Monaten werden sie Mitte März nach Deutschland zurück kehren. Es geht weiter, der Rio Mendoza fliesst durch ein breites Tal. Viele Tunnels, die Strasse windet sich den Berghängen entlang. Wir sehen eine Rettungsmannschaft am Strassenrand, die Leitplanken sind weggerissen. Ein grosser Lastwagen liegt auf dem Abhang unterhalb der Strasse, die Ladung weit zerstreut.

Wir erreichen die weite Ebene vor Mendoza. Rebkulturen so weit das Auge reicht. Und da, eine Anzeigetafel „Bodege Ojo de Vino, und Restaurante Ojo de Agua“. Das Ojo de Agua in Zürich kennen wir. Heimatgefühle lassen uns abbiegen und wir verfahren uns ein wenig zwischen den Reben. Klein und gar nicht protzig liegt das stimmige Beizli inmitten der Rebkulturen. Grosse Trauerweiden säumen ein Naturbassin, welches gerade neu ausgebaggert wird. Wir geniessen einen wunderbaren Malbec und eine Piccada dazu, verschiedene Käse, Chorizos und Oliven.

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So gestärkt gehts zum Gas auffüllen. Nach nur einer halben Stunde ist das erledigt. Danach einkaufen und wir machen uns auf den Weg zum Camping Mangruyo. Gleich bei der Einfahrt leuchtet ein Schweizerkreuz durch das Blätterdach eines Baumes. Die Timbilas! So schön. Nachdem wir uns schon ein paar Mal knapp verpasst haben, treffen wir uns hier das erste Mal. Bei einem Glas Wein sitzen wir bis spät in der Nacht zusammen. Es gibt viel zu erzählen.

 

3.3.2016 Camping Mangruyo, Mendoza

WAS? Schon viertel nach Zehn. So spät bin ich noch nie aufgestanden und es geniert mich fast ein wenig um diese Zeit zum Duschen zu gehen. Gemütlich Zmörgele, danach dies und das am Brujito erledigen. Damit Heinz Nachts das Fenster offen lassen kann, nähe ich einen Verdunkelungsvorhang. Die lustigen Magnete, ein Geschenk von Corina, leisten einen super Dienst, denn sie halten den Vorhang fest.

Lesen, schreiben, faulenzen.

 

4.3.2016 Hotel Entre Cielos, Lujan de Cuyo

Wir frühstücken draussen, geniessen das warme Wetter. Aus einem Camper tönt laut Folklore Musik. Heinz wird wie magnetisch angezogen. Ein weiteres Paar vom Camping tanzt uns zur Musik etwas vor.

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Que lindo. Bis um 3 Uhr wollen wir bleiben. Wir machen unsere Aufräumrunde und gehen noch einkaufen. Herzliche Begrüssung durch Regina und Paul, die im Hotel Entre Cielos abgestiegen sind. Sie kommen direkt von B.A. ihrer ersten Reiseetappe und haben schon vieles erlebt. Es gibt gegenseitig viel zu erzählen. Auf den Apéro folgt ein Nachtessen im Beef Club. Die Hotelanlage ist sehr schön gestaltet. Drei Schweizer Paare haben ihr Erspartes zusammengelegt und mit weiteren Investoren ihren Traum verwirklicht. Das Hotel ist Topp. Allein die Küche entspricht noch nicht den Anforderungen. Der Wille originell zu sein reicht nicht. Das Essen muss dann auch wirklich gut sein. Wir dürfen in die Hotelanlage hinein fahren und da übernachten.

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5.3.2016 Hotel Entre Cielos, Lujan de Cuyo

Gewitternacht, starker Regen prasselt auf den Brujito. Drückend warm. Gemeinsames Frühstück mit Herzogs und danach fahren wir alle zusammen in Richtung Villavicencio.

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Die letzten Kilometer hinauf auf den Mirador ist Piste. Viele Haarnadelkurven. Beim Mirador eröffnet sich uns ein Blick in die Berglandschaft. Hier ist es viel grüner als im Rio Mendoza Tal, aber wildromantisch. Warntafeln, wie man sich bei einer Begegnung mit einem Puma verhalten soll. Wir machen es uns mit Tisch und Stühlen gemütlich. Ein kühler Callia Tardio Amable, Rohschinken, Pfeffersalami, Käse und Brot. Danach Espresso und Läckerlischoggi vom Läckerlihuus. Danke Regina!

Danach kurven wir wieder hinunter ins Tal. Zusammen essen wir im Hotelrestaurant und reden bis in alle Nacht. Ein schöner Tag geht zu Ende. Wir dürfen nochmals in der Hotelanlage übernachten. Schadenmeldung: Die elektrische Einstiegstufe (Paul: Omistep) macht keinen Wank mehr. Dafür tätelet der Alarm um so mehr. Und wenn wir den Alarm ausschalten, entleert sich unser Wassertank. Aber morgen ist auch noch ein Tag.

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6.3.2016 Camping Mangruyo zum 3.

Wir geniessen nochmals ein gemeinsames Frühstück mit Herzogs. Das Treffen mit ihnen war toll. Sie fahren heute weiter nach Santiago de Chile und wir müssen uns um den Omistep kümmern. Nochmals umarmen, fest drücken und gute Reise wünschen. Danke ihr Lieben.

Heinz hat mittlerweile die Einstiegsstufe ausgebaut. Kies und jede Menge Strassenstaub haben sich darin angesammelt. Jupieee, er hat den Fehler gefunden. Er ist halt schon super gut! Ein Elektrokabel ist gerissen. 3 Stunden Arbeit, zum Teil halb unter dem Brujito. Aber jetzt funktioniert sie wieder. Zum Znacht ein Lomo vom Feinsten, dazu Choclos und zum Dessert einen Flan

7.3.2016 San Juan

Wir lassen unsere ursprünglichen Routenpläne, nach Calingasta zu fahren, fallen. Es wird vor starken Gewittern und Hagelschlag gewarnt. Also räumen wir zusammen und machen uns auf den Weg nach San Juan. Diese Strecke sind wir vor ein paar Wochen schon einmal gefahren. Auf beiden Seiten der Strasse steht noch Wasser. Es muss heftig geregnet haben. Diesmal kann ich das Santuario der Santa Barbara fotografieren. Letztes Mal konnten wir nicht anhalten. Wo die Wäscherei ist wissen wir auch schon. So kann ich wied

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er einen ganzen Berg Wäsche abgeben. Bis es Zeit wird für unser Nachtessen (am liebsten wäre uns Pizza) stehen wir in einem kleinen Park, von Polizei bewacht. Im Gewitterregen fahren wir ins Zentrum und kurven um die Blocks bis wir einen Parkplatz in der Nähe der Pizzeria Napoli finden. Ist das eine Pizza??? Eher etwas zwischen Wähe und Auflauf. Geschmeckt hat es trotzdem.

 

8.3.2016 Huaco

Viel Hundegebell in der Nacht. Frühstücken, einkaufen, Wäsche abholen. Beim Einladen der Lebensmittel, werden wir von einem freundlichen Ehepaar angesprochen. Sie bieten uns einen Stellplatz in ihrem Garten an. Wir könnten ohne Weiteres da stehen. Es sei sehr schön. Der Stausee Dique de Ullum sei in unmittelbarer Nähe. Wassersport sei möglich. Ein wenig verlegen müssen wir das Angebot ausschlagen. Wir wollen weiter in den Norden. Von San José de Jachal aus fahren wir durch die Quebrada de Jachal, eine wilde Schlucht. Die Strasse ist sehr schmal. Ein Naturtunnel lässt uns die Köpfe einziehen. Nach jeder Kehre sehen wir andere Felsformationen. Sandstein, roter Fels, bröckeliger Fels, immer sieht es anders aus. Und der Mirador eröffnet uns eine weite grüne Ebene, durchzogen von roten Felsstreifen.

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Am Horizont stehen mächtige Gewitterwolken. Huaco erscheint mir sehr armselig. Wir fahren bis zu einem kleinen Weiler und stehen in der Nähe der Hosteria Huaco. Nachtessen ab 21Uhr! Da kochen wir lieber selbst. Ravioli Quatro Quesos a la Panna. Lecker. Dazu ein Merlot aus Chile.

 

9.3.2016 Parque Provincial Ischigualasto

Auch in Huaco sind Nachts die Hunde los. Mensch, das nervt vielleicht. So ca alle Stunden fünf Minuten Gebell. Aber sonst hört man nur die Grillen. Der Gockel ist gnädig und fängt erst um sieben an zu rufen. Dem Molino Viejo statten wir am Morgen noch einen Besuch ab.

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Eine imposante Mühle.1967 wurde hier das letzte Korn gemahlen. Danach geht es durch eine faszinierende Landschaft in Richtung Ischigualasto. Es scheint als ob die Felsen von einer Riesenhand schräg in den Boden gesteckt wurden. Strahlend blauer Himmel. Heiss.

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Im Parque Ischigualasto ( Valle de la Luna ) höckeln wir im Beizli und essen die letzten vier Empanadas, abgerundet wird das Ganze mit einem Glas Bonarda. Hinter dem Infocenter liegt der Camping. Daneben eine Generatoranlage. Ganz schön laut. Wir stellen uns möglichst weit weg vom Lärm. Eine Herde Guanakos grast friedliche in unserer Nähe.

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10.3.2016 Villa Uniòn

Trotz ruhiger Nacht lange wach gelegen. Der Himmel begrüsst uns grösstenteils bewölkt. Nach den üblichen Morgenarbeiten fahren wir im Konvoi in den Park. Eindrückliche Felsformationen, ausgewaschene Arroyos, das Valle Pintada zeigt sich im Schattenspiel der Wolken alle paar Minuten anders schön. Am Meisten gefallen mir die Boches, runde Kugeln, die dickste hat etwa sie Grösse einer grossen Bowlingkugel. Sie liegen verstreut auf einer Flächen von etwa 100m2. Wie sie entstanden sind ist noch ungeklärt. Cool.

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Der grosse Hongo (Pilz) ist die letzte Sehenswürdigkeit. Wir müssen den gleichen Weg zurück da die Regenfälle der letzten Tage die Piste überschwemmt hat. Zufrieden reisen wir weiter, durch den Talampayapark nach Villa Union. hier wurde das Warten erfunden. Auf der Hauptstrasse alle 200m eine Lichtsignalanlage mit Sekundendisplay. 60 Sekunden auf Warten, 20 Sekunden auf Fahren. So zuckeln wir die Strasse entlang. Wir essen auswärts. Das Beizli sieht noch hübsch aus, das Essen ist untere Mittelklasse. Das Geisslein hat mehr Knochen als Fleisch, die Rüebli haben zuviel Salz gesehen und der Wein ist EISkalt. Jenu, morgen kochen wir wieder selbst.

Stellplatz bei der YPF.

 

11.3.2016 Camping in San Miguel bei Chilecito

Die Morgenwolken lösen sich schnell auf. Zum hinteren Fenster hinaus, geht der Blick in eine grüne Ebene. Daraus erhebt sich ein tiefroter Hügelrücken. Die Provinz la Rioja macht ihrem Namen Ehre.

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Wir zuckeln, wie gehabt, aus der Ortschaft und fahren über den Cuesta de Miranda, eine weitere wilde, schöne Strecke. Mitten in der Siestazeit erreichen wir Chilecito. Alles, alles ist geschlossen und die Siesta dauert bis 18.00!!! Häh? Halt, der Lavadero hat geöffnet und der völlig eingestaubte Brujito wird gewaschen.

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Auf dem Camping in San Miguel, in einem kleinen Ort ganz in der Nähe, sind wir die einzigen Gäste. Am Abend nochmals kurz nach Chilecito um das Nötigste einzukaufen. Wieder zurück auf dem Camping gibts Gschwellti und Chorizos. Und vor dem Schlafen ein Blick in die Sterne. Das Kreuz des Südens grüsst freundlich.

 

12.3.2016 Termas Santa Teresita

Wir sind beide wieder die halbe Nacht wach. Wir fragen uns warum. Vielleicht weil wir in Gedanken schon in Richtung Heimreise denken? Nach dem Zmorge und Morgenputz geht es weiter. Auf der Touri-Info wurden uns die Termas Santa Teresita schmackhaft gemacht. Eine schnurgerade Strasse, die sich weit hinten am Horizont verliert, führt uns nordwärts.

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Nach einigem Suchen finden wir 6km ausserhalb von Villa Mazan die Hosteria las Termas. Eine mit Liebe gestaltete Anlage mit verschiedenen Piletas,

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das Wasser kühl bis warm. Wir bädelen im Wasser und an der Sonne und geniessen die Ruhe.

13.3.2016 Villa Portezuelo

Heutiges Reiseziel ist San Fernando del Valle de Catamarca. Gewichtiger Name eines Wallfahrtsortes. Die Strasse steigt hinauf über 2000m, dann geht es wieder steil hinunter. Olivenhaine in ungeahnter Grösse säumen sie. Ich liebe das silberne Spiel der Blätter im Wind.

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IMG_1972In Catamarca wartet der Brujito bei der Kathedrale der Virgen de la Valle auf uns. Eindrückliche Bleiglasfenster an den inneren Eingangstoren. Die Erzengel halten darauf Wache. Die kleine Virgen steht hoch oben hinter einem Baugerüst. Der riesige Altar wird gerade renoviert.

 

 

Gestärkt mit einem Gancia machen wir uns auf die Stellplatzsuche. Der Camping Municipal ist überfüllt mit Sonntagsparilleros. Auf dem Camping in Villa Portezuela, etwas ausserhalb Catamarcas, bleiben wir vorerst. Beim Einnachten sind wir plötzlich mutterseelenallein und ich fühle mich nicht wohl. Geduldig fährt uns Heinz ins Dörflein. Stellplatz neben der Schule.

 

14.3.2016 Recreo

In der Nacht nervtötendes Hundegebell über Stunden. Hätte ich doch nur nicht…wären wir doch nur im Camping geblieben. Die Strasse über die Cuesta de Portezuela windet sich eng die Sierra de Catamarca hinauf. Jede Kurve eröffnet einen anderen Blick in die Ebene weit unter uns. Ist das herrlich. Wie das bekannte gleichnamige Lied besingt, in allen Grüntönen leuchtet es aus der Ebene und gegen die Andenkette. Ein paar weisse Gipfel grüssen in der Ferne. Die Bergflanken sind mit Büschen und Bäumen bewachsen, dazwischen verschiedene Kakteenarten. Zikaden schnarren, der Wind macht die Hitze erträglich.

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Anquincila, malerisch an einem Fluss gelegen. Wortkarge Bewohner, machen keine Lust aufs Verweilen.

Wir stehen an der Plaça 25 de Mayo von Recreo.. Gleich neben der Schule. Nach 18.00 wird die Strasse gesperrt. Viele Eltern warten auf ihre Kinder. Es herrscht ein unbeschreiblicher Trubel. So viele Kinder.

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Die Lehrerinnen küssen die Kinder zum Abschied. Gegenüber der Plaça wacht die Polizei und hält ein Auge auf uns.

 

in Mendoza

aus dem Tagebuch von Maria …………….

28.2.2016 Portillo

Draussen Frühstücken, ist das schön. Blauer Himmel als ob es gar nichts anderes gäbe. Nach dem Abwasch ist der Wassertank leer. Und die Pumpe macht keinen Wank. Uff. Nöd scho wider es Problem!!! Aber nein, nur die Sicherung ist durchgebrannt. Nach unseren „Wartungsarbeiten“ gehts mitten durch San Felipe. Warum sind die Strassen so verstopft, es ist doch Sonntag? Aha, das Fiesta de la Cerveza lockt so viele Leute an. Wir machen einen grossen Bogen um das Fest, lassen uns im gleichen Café wie gestern einen frischen Fruchtsaft schmecken und benutzen nochmals das Internet. Dann gehts hinaus in Richtung Anden. Zuerst durch ein Flusstal mit vielen Obst und Rebkulturen. Danach schraubt sich die Strasse in unglaublichen 23 Haarnadelkurven hinauf bis auf über 2800 m. Portillo ist ein bekannter Skiort. Beim gleichnamigen Hotel finden wir einen guten Stellplatz, eingerahmt von den Andentürmen und lassen uns im Restaurant mit einem wirklich feinen Essen verwöhnen.

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Entrada: Centolla con Palta. (Seespinne mit Avocados) Plato principal: Costillas de Cordero mit feinen Bratherdöpfeli, Zwiebeln und Peperone. (Lammkoteletts mit…) Mega.

29.2.2016 Parque National Horcones

Mit sturmem Kopf aufgestanden. Nach dem Zmorge und Brujitos Morgentoilette geht es weiter. Ich bin nicht so fit und reagiere daher nicht so enthusiastisch auf die Idee hinauf zum Cristo Redentor zu fahren. Immerhin auf ca 3800 m. Die Piste zieht sich in engen Kurven den Berg hinauf. Bodenwellenreiten vom Feinsten. Aber es lohnt die Mühe. Der Cristo Redentor streckt segnend seinen Arm aus. Ein schönes Friedensdenkmal. Stürmischer Wind lässt uns nicht lange da oben bleiben. Tal abwärts verlassen wir die Hauptstrasse und fahren in den Parque National Horcones, der Ausgangspunkt um den Aconcagua zu besteigen. Ein Weg führt zur Laguna Horcones. Hinten im Tal erhebt sich majestätisch der Aconcagua, mit seinen 6960 m der höchste Berg ausserhalb Asiens.

Stellplatz mit Blick auf den Riesen. Tiefe Ruhe.

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1.3.2016 Uspallata, Camping Ranquit Luncay In der Nacht ein Sternenhimmel zum Anfassen. Das Kreuz des Südens, eingebettet in die Milchstrasse, der kopfstehende Orion über uns, unvergessliche Bilder.

Am Morgen empfängt uns blauster Himmel und der Riese Aconcagua überstrahlt in Weiss die anderen Gipfel.

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Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir Puente del Inca. Ein Muss, wenn man schon mal da ist. Über die Schlucht, die der Rio Mendoza gegraben hat, führt eine natürliche Felsbrücke. Vor dieser Brücke strömt aus verschiedenen Quellen heisses Thermalwasser und färbt die Wände der Schlucht in unterschiedlichen Farbtönen, von Schwefelgelb bis Ockerbraun. Das einstige Thermalbad und dazugehörende Hotel wurden bei einem Unwetter in den 60er Jahren zerstört und nicht wieder eröffnet. Viele Marktstände mit Artesania bestimmen das Bild der Ortschaft heute. Und rundherum viel Schmutz, lieblos, trostlos.

Wir besuchen den Bergsteigerfriedhof Cementerio de los Andinistas. Der Aconcagua hat einige Opfer gefordert und ich mag gar nicht daran denken wie sie gestorben sind.

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Jetzt geht es weiter, wir folgen dem Rio Mendoza, der zwischen den gewaltigen Bergen talwärts fliesst. Und da, ein Wimpernschlag und plötzlich sehe ich einen Kondor. Beinahe ohne Flügelschlag schwebt er über uns, entfernt sich, wendet um wieder über uns hinweg zu fliegen und wiederholt seine Runde nochmals und nochmals. Dann ist er verschwunden. Welch ein Schauspiel.

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In Uspallata stehen wir auf dem Camping Ranquit Luncay. Hübscher Camping. Sanitäre Anlagen= no comment.

…. wir fahren durch das Valle Mendoza hinunter in die Ebene, vorbei an rot-kargen-zackigen Felsformationen. Dazwischen wieder mal eine Gedenkstätte an die Difunta Correa….

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Kurz vor Mendoza steht das Schild “ Ojo de Vino ………“

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…. und fahren den kurzen Ripio-Abstecher zur Bodega Ojo de Agua von Dieter Meier. Es gibt einen kleinen Imbiss, eine Flasche Wein und ein feines Empanadas. Wir geniessen den schönen Nachmittag mitten in den Reben und fahren danach gemütlich in die Stadt Mendoza.

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Gas füllen, Auto waschen, einkaufen und wir landen im sensationel sauberen und hübschen Camping Mangruyo oberhalb der Stadt. Endlich mal Zeit, um die Homepage nachzuführen und das Rauschen im Winde zu geniessen. Wir treffen Martin und Jeannette von www.timbila.ch endlich mal persönlich und verbringen einen gemütlichen Abend.

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