Reise-Berichte

Start zur Sudamericana 2018/19

…. endlich wieder in Argentinien:

31. Oktober 2018 Ankunft in Buenos Aires

Ruhiger Flug, bequeme Sitze mit viel Beinfreiheit. Das Essen ist gut, die Filmauswahl eher dürftig. Nur wenig geschlafen. In der Morgendämmerung fliegen wir über Brasiliens atemberaubende Flusslandschaften.
Ankunft in Buenos Aires und Passkontrolle problemlos. Mit Taxi zur Fiat Auto del Sol. Der Brujito steht bereit. Herzliche Begrüssung von Hernan und Fernando. Nach Übergabe (laut Mechaniker sind die Fehler behoben) fahren wir los. Noch während dem Hinausfahren leuchtet eine der Fehlermeldungen wieder auf. Mist! Ratlose Gesichter bei den Mechanikern. Die Hupe geht auch nicht. Wir fahren jedoch zuerst zum Hafen von Olivos und verbringen hier die Nacht

1. November 2018 Puerto de Olivos

Die Sonne scheint durch die Ritzen der Vorhänge und weckt uns. Es geht ein stürmischer Wind, aber drinnen ist es gemütlich warm. Erster Zmorge im Brujito, vor dem Fenster schaukeln die Boote. Danach heisst es alle Kästen ausräumen, Bestandsaufnahme, Koffer und Taschen leeren (läck das Puff) und für alles einen Platz finden.
Später fahren wir nochmals zur Fiat und vereinbaren für Morgen einen Termin um den Brujito doch noch auf Vordermann zu bringen.


Spaziergang durchs neue Quartier in der Nähe von Olivos. Das Ufer des Rio de la Plata wurde aufgeschüttet und darauf ein Park gestaltet. Schöne Anlage, kalter Wind.
Fahrschule à la BsAs. In einer wenig befahrenen Strasse üben die Fahrschüler das Parkieren folgendermassen: Der Fahrlehrer nimmt aus dem Kofferraum Metallstangen die er zu zwei Gestellen zusammensetzt. Mit diesen begrenzt er ein mehr oder eher weniger grosses Parkfeld und zwischen diese Gestelle muss nun das Auto parkiert werden. Sieht gar nicht so einfach aus.
Nachtessen im Nelly. Omelett und viel frieren. 

 

2. November 2018 Puerto de Olivos

Am Morgen bringen wir den Brujito zur Fiat. Mit dem Zug fahren wir in die Innenstadt. Der renovierte Hauptbahnhof Retiro beeindruckt mich wie jedes Mal.

Mit der “Subte“ (Metro) geht es weiter. Wir holen unsere vorbestellte Auto-Versicherung bei Speiser-Seguros ab und bummeln danach durch die berühmte Florida Einkaufsstrasse. Mittagsrast im „El Establo“.
Danach füllen wir den Nespresso-Kapsel-Vorrat für die nächsten fünf Monate auf.
Brujito abholen. Die Hupe hupt wieder, der Fehler im System fehlert leider immer noch. Damit müssen wir leben

3. November 2018 Polo Final in Hurlingham

Polo-Finale in Hurlingham, einem alteingesessenen Polo und Golfklub in Buenos Aires. Per Zufall entdeckt Heinz die Anzeige in der Zeitung. Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung. Wir sitzen mit vielen Fans auf der Tribüne, vor uns das riesige Spielfeld. Die Pferde mit den Polospielern galoppieren im Karacho hinter dem Ball übers Feld.

Spannung pur. Zwar blicke ich bei den Spielregeln bis am Schluss nicht durch. Hab mich im Anschluss schlau gemacht (siehe „Spielregeln Polo“ im Internet). Dreimal rollt die Ambulanz aufs Feld um einen Spieler zu verarzten, es gibt Fouls und Penaltys, also ist immer etwas los und das Spiel endet knapp mit 11 zu 10. Coool!

Der Himmel hängt voller Würste

 

Später treffen wir uns mit Alicia. Wir dürfen erneut unser Koffer bei ihr einstellen. Gracias querida Alicia. Zusammen spazieren wir zur nahe gelegenen Parilla La Barrera in Carapachay und lassen uns ein Querschnitt durch die Parilla-Küche servieren. Leider bin ich so angemüdet dass ich beinahe vom Stuhl falle. Disculpe Alicia.

4. November 2018 Feria in Mataderos

Das Publikum tanzt mit

Es wird getanzt: Chamame oder Chacare

5. November 2018 San Antonio de Areco

Wir packen zusammen, fahren noch eine Hafen-Ehrenrunde und verlassen Buenos Aires in Richtung San Antonio de Areco.


Dort angekommen gibt uns die Senora vom Touristenbüro alle erdenklichen Informationen zum „Dia de la Tradicion“ vom 10. November. Abschliessender Kommentar; da der Wetterbericht für das Wochenende viel Regen prognostiziert, wird das Fest ev. verschoben?!?
Der Campingplatz sagt uns nicht zu, uns steht der Sinn nach Autenzität und daher fahren wir kreuz und quer über Land und finden schliesslich die Hacienda la Portena.

6. November 2018 Estancia la Portena

Hier dürfen wir bleiben, allerdings zu einem happigen Preis. Die Estancia liegt in malerischer Umgebung, die 200 jährigen Gebäude sind jedoch nur auf Augenhöhe frisch gestrichen und drinnen herrscht altertümlicher Charme der dringend auf eine Renovation wartet. Hier lebte der Schriftsteller Ricardo Güiraldes.
Am Nachmittag Ausritt durch märchenhaft blühende Wiesen.

Merienda mit Gaucholiedern und Gitarrenbegleitung stimmungsvoll vorgetragen von Gaucho „la Mosca“.
Verena Lugert Journalistin und Jürgen Frank Fotograf, recherchieren für die deutsche Zeitschrift Beef in Argentinien zum Thema Fleisch und verbringen die Nacht hier auf der Estancia. Interessante Begegnung.
Wunderbar ruhige Nacht.

7. November 2018 San Antonio de Areco

Heute ist es offiziell. Wegen der angesagten Schlechtwetterfront wird das Gaucho-Fest um eine Woche verschoben. So lange wollen wir nicht warten. Wir verbringen den Nachmittag in San Antonio. Die Tokyo Bar offeriert fantastische Empanadas und als Rahmenprogramm wird uns von zwei Schülerinnen die Geschichte vom Tiger Suki vorgelesen.
Im Gaucho Museum sind Arbeitsgeräte ausgestellt, auch aufwendig verzierte Silberschnallen für die typischen Gaucho-Gürtel, feinste Lederarbeiten und gewebte Wollbänder und Ponchos.
Dem Schriftsteller Ricardo Güiraldes ist eine extra Abteilung gewidmet. In seinem Roman „Don Segundo Sombra“ beschrieb er das Leben eines Gauchos als Held der Pampa.
Wir stehen mit dem Brujito mitten in San Antonio auf der Plaza Ruiz de Arellana und verbringen eine sehr ruhige Nacht.

8. November 2018 Gualeguaychu

Gemütlicher Abend in Gualeguaychu.

über den Rio Parana

Noch wissen wir nicht, dass wir kaum schlafen werden. Um ca.23 Uhr werden rund um den Park die Lautsprecher aufgedreht und mit wummerndem Bässen die Nacht gefeiert. An Schlaf ist nicht zu denken. Morgens um vier Uhr endlich Ruhe. Welch eine Wohltat.

9. November 2018 Concordia

Nach nur guten 230 Kilometern erreichen wir Concordia. Grosseinkauf im Gross-Carfour. Touri-Info konsultieren. Hier gibt es leider kein Gaucho Fest.
Stellplatz direkt am Rio Uruguay auf dem Camping Club de Pescadores.
Mega feiner Znacht, Heinz zaubert ein fantastisches Lomo auf den Tisch, dazu gibts Chauchas (grüne Bohnen) und Vino tinto.

Am Rio Uruguay

 


Sudamericana 2018/19

Unsere geplante Reiseroute:

                               

 

 


Wir sind angekommen ……………..

Liebe Familie und Freunde,

wir sind nach unserer Rundreise Brasilien wieder gesund und munter in Paraiso Suizo in Uruguay angekommen. Wir werden wie die letzten Male ein paar Tage hier verbringen, putzen unseren Brujito, reparieren soweit wir können und bereiten uns und unser Gepäck auf den Heimflug mit der Lufthansa vor.

Es bleibt uns auch etwas Zeit, ein Fazit unserer Brasilienreise zu ziehen ….. was haben wir erwartet, was haben wir Grosses erlebt und wo haben wir vielleicht einige Abstriche akzeptieren müssen.

Zusammen Reisen

Nach 5 Monate auf kleinstem Raum, auf ganzen 10m2 Fläche, haben wir immer noch nicht genug voneinander und verstehen uns immer besser. Wir sehen die gleichen Schmetterlinge, Vögel, Fische oder was auch immer, bewundern die wunderschöne Landschaft und erfreuen uns an den interessierten Reisenden oder Südamerikanern. Wir haben unsere Tätigkeiten aufeinander abgestimmt, das geht von Hand zu Hand, keine bösen Worte oder Gedanken ….. wir freuen uns auf den nächsten Tag.

Brujito

Von unserem Brujito sind wir absolut überzeugt. Das ist nun einmal für uns das ideale Fahrzeug. Obwohl so erste Verschleissproblechen auftauchen, die werden gelöst und sind bis heute nicht gravierend oder beeinträchtigend. Am meisten schmerzt mich die kaputte und verbeulte Hecktüre, ansonsten haben wir im Auto alles was wir brauchen und erlauben uns immer noch jeden Morgen den obligaten Nespresso-Kaffee. Wir haben 15000 km in den 4 Monaten abgespult, und keinen einzigen Platten eingefangen. Wir pflegen und putzen ihn, und sind immer stolz, wenn er von Weitem am Parkplatz auf unsere Rückkehr wartet.

Reiseformalitäten, Polizei, Militär, Grenze, Sicherheit

Wie erwähnt, sind wir über 4 Monate in Brasilien rumgefahren. Nach 3 Monaten versuchten wir, auf der Policia Federal eine Aufenthaltsverlängerung zu erhalten. Vergebens. So haben wir uns entschlossen, schwarz über die Grenze nach Uruguay zu fahren und ohne Ausreisestempel Brasilien heimzureisen. Eventuelle Bussen oder Konsequenzen wären erst bei einer erneuten Einreise wirksam. Die Polizei und das Militär ist viel unterwegs, sie markieren Präsenz und kontrollieren auch häufig einheimische. Für uns war dies eigentlich beruhigend, wir wurden nur einmal an einer Kontrolle wegen Fahren ohne Licht angehalten. Aber ausser einer Mahnung ergab sich nichts. Viele Polizeiposten an der Strecke sind zwar besetzt, aber die Herren sind im Häuschen drin und zeigen sich nicht. Obwohl alle Brasilianer uns vor Dieben und Gesindel warnten, wir fühlten uns absolut sicher und nie irgendwie bedroht. Einziges Negativ-Erlebnis der Diebstahl unseres Natel aus dem Wagen. Aber da waren wir schon etwas zu naiv und unvorsichtig.

Auf der Karte

Die geplante Reise Rund-Brasilien haben wir genauso realisieren können wie geplant und ist auf der Karte ersichtlich. Die 15000 km ohne nennenswerten Probleme haben wir grösstenteils auf geteerten Strassen realisiert. Die ekligen Lombadas, die Quer-Schwellen zur Verkehrsberuhigung sind schon gewöhnungsbedürftig, aber eben auch effektiv. Wir haben uns daran gewöhnt, wir werden sie vermissen.

Höhepunkte der Reise

Auch wenn für mich landschaftlich keine so markanten Highlights wie in Argentinien der Torres del Paine, der Perito Moreno, Fitz Roy , der Altiplano usw. besucht wurden, so haben wir doch die wesentlichen  Höhepunkte wie der Pantanal mit dem Rio Prata bei Bonito, der Amazonas, die Nordostküste mit den herrlichen Stränden, die Hauptstadt Brasilia, der Süden mit den Goldgräberstädtchen Ouro Preto und dann die herrliche Stadt Rio mit Zuckerhut und Corcovado, und schlussendlich die Küste hinunter bis Uruguay gesehen und erlebt. Auch wenn uns die Regenzeit teilweise die Route diktiert hat und es in den letzten Wochen etwas feucht vom Himmel tropfte, das heisse Klima mit dem warmen Meer hat uns enorm fasziniert.

Stell- und Schlafplätze

Geschlafen haben wir immer gut und ohne Probleme. Seien es mal Hunde, oder dann die Hitze, oder die Frühaufsteher von Brasilien, die Lastwagenfahrer oder die Hobbysportler am Strand, gehört haben wir immer etwas. Das Brasilianisch ist eine rauhe Sprache und der Brasilianer hat eine laute Aussprache ( höflich ausgedrückt ) Aber so fühlten wir uns integriert und nahmen teil am brasilianischen Leben.

Kulinarisches

Gegessen haben wir sicher nicht wie Könige, da entspricht die Esspalette sicher nicht unbedingt meinen Vorstellungen und Lieblingsspeisen. Das Essen auf dem Amazonas war eher karg, Fisch und Crevetten gabs zwar kiloweise, Fleisch eigentlich auch, aber in den Supermärkten eher von der minderen Qualität.  So haben wir relativ einfach gespachtelt und entsprechend auch 1-2 Kilo abgenommen.

Der Brasilianer

Der Brasilianer ist sehr hilfsbereit und interessiert an fremden Gästen wie wir. Die hellhäutigen sind grösstenteils portugiesischem Ursprung, die dunkleren Einwohner jedenfalls afrikanisch orientiert. Die Verständigung hat ohne Schwierigkeiten geklappt, allerdings kann man die Brasilianer nicht gerade als Sprachgenies bezeichnen. Beim Gespräch und Erklären sprudeln sie drauflos und hoffen, dass wir sie verstehen. Die Schulbildung dürfte eher etwas einfach sein, und in vielen Teilen des Landes überwiegt die Landwirtschaft und damit auch das karge und einfache Leben in ihren Hütten. Ihre Beschäftigung beschränkt sich auf das Feilhalten von Produkten am Strassenrand, teilweise 10 gleiche kleine Verkaufsstände hintereinander, da hocken sie im Schatten der Palmen und warten auf die wenigen Interessenten. Viel Freude erwecken sie im Alltag nicht, erst beim näheren Gespräch kommt gegenseitiges Interesse auf.

Wie weiter

Unsere Sudamericana geht weiter. Wir sind uns über die Reiseziele noch nicht ganz im Klaren. Es stehen 2 Optionen zur Auswahl:

–          Nochmals eine Runde Süden mit Argentinien und Chile

–          Panamericana nordwärts bis Kolumbien mit Bolivien, Peru und Ecuador

Mit diesem wunderschönen Sonnenaufgang in Punta del Diablo von Uruguay  beschliessen wir unseren Sudamerika-Blog. Wir sind glücklich, dass wir trotz den teilweise überschrittener 70-er-Grenze und allen gesundheitlichen Strapazen zum Trotz weiterhin Lust aufs Reisen und Leben haben.


im Paraiso Suizo

Aktuelle Reiseroute:

aus dem Tagebuch von Maria

Samstag, 10. März 2018

Gramado – Posto Cavado

Bereits vor drei Jahren waren wir mit Hausers für eine Nacht auf diesem Camping. Es hat Strom, Dusche, WC und Wasser zum Bunkern. Was will man mehr.


Auffallend viele riesengrosse Wohnmobile stehen hier, Mehrfamilienhäuser auf Rädern. Fast alle Brasilianer die wir auf Stellplätzen angetroffen haben, sind mit Gefährten in Lastwagengrösse unterwegs. Hier steht ein Mobil, doppelt so lang wie der Brujito!?!


Netter Kontakt mit Walter und seiner Frau. Er hat seit Montag ein nigel nagel neues Wohnmobil und freut sich wie ein Kind darüber.
Wir fahren durch Gramado, Fachwerkhäuser, Käsefondue, Osterdekoration mit Plüschosterhasen. Mutet mich gar nicht brasilianisch an.

Weiter geht die Fahrt durch hügelige Landschaft, hinunter in die Ebene vor Rio Grande do Sul. Gegen Abend finden wir einen Übernachtungsplatz auf einem Posto kurz vor Pelotas.

Sonntag, 11. März 2018

Posto Cavado – Punto del Diablo, Uruguay

Letztes Frühstück in Brasilien (schneuz). Heute wollen wir über die Grenze nach Uruguay. Die Strasse führt in schnurgeraden Abschnitten parallel der Küste entlang. Weidewirtschaft unterbrochen durch Soyafelder. Grosse Silos, halbe Fabriken stehen entlang der Strecke. An einem Kanal grast eine Gruppe Capibaras.

Weissstörche und Jabirus staksen in den überfluteten Feldern. Bedeckter Himmel, leichter Regen trotz Schönwetter-Prognose.
Vor der Grenze nochmals günstigen Diesel tanken. Gerade fahren Trikes mit Wohn-Anhänger an die Tankstelle. Das muss ich fotografieren.
Da wir einen Monat länger als erlaubt in Brasilien waren und eine happige Busse vermeiden möchten, verlassen wir das Land ohne uns abzumelden. Die Zollstation ist vor dem Ort. Niemand interessiert sich für uns. Die Grenze verläuft mitten durch die Ortschaft Chui und bevor man sich versieht, ist man bereits in Uruguay.


Hier melden wir uns an und fahren weiter bis Punto del Diablo.

Montag, 12. März 2018

Punto del Diablo

Bereits das dritte Mal stehen wir hier in Punto del Diablo. Nur eine Wiese, rund geschliffene Felsen und Sand trennen uns vom Meer. In langen Bändern rauschen die Wellen ans Ufer. Himmelblau soweit man sehen kann.

Dienstag, 13. März 2018

Punto del Diablo 

Bei unserem Morgenspaziergang treffen wir Patricia und Roberto, ein argentinisches Paar, die in ihrem selbst ausgebauten Camper und ihrem Freund Walter unterwegs sind. Ganz unkompliziert laden sie uns in ihr Fahrzeug ein und bewirten uns mit Maté und Guezli.
Danach sitzen wir am Strand und brutzeln in der Sonne.

Zur Abkühlung wagen wir uns in die Wellen. Und schon ist es passiert; eine besonders grosse Welle deckt mich zu und nimmt meine Sonnenbrille mit. Neiiiin. Ich hab sie doch extra mit einem Gummiband gesichert. Sooo ein Mist.
Im Mercado hat Heinz schöne Fleischspiesse entdeckt und unser Znacht ist definiert. Dazu gibts die restlichen Ravioli und ein restlicher Härdöpfel springt auch in die Bratpfanne. Mi querido! Das Fleisch hast du wie immer super fein zubereitet. Miam.

Mittwoch, 14. März 2018

Punto del Diablo – Jaureguiberry, Paraiso Suizo

Traumsonnenaufgang. Ein wolkenloser Himmel wölbt sich über uns.


Ein Mann und eine Frau machen Morgengymnastik am Strand.
Eine Gruppe Hunde jagt am Ufer entlang. Ein Hund scheucht kleine Fische unter den Felsen hervor um sie zu packen. Ein anderer springt über die anrollenden Wellen.
Es wäre schön zu bleiben.


Doch wir müssen weiter. Wir fahren durch eine Landschaft mit sanften Hügeln. Weiter Ausblick. Wenig Verkehr.
Einkauf in Piriapolis. Kurzes Treffen mit Roberto und Patricia. Nach wenigen Kilometern sind wir im Paraiso Suizo. Der Camping ist fast leer. René aus dem Aargau mit seinem Landrover und wir sind vorerst die Einzigen.

Donnerstag, 15. März 2018

Jaureguiberry, Paraiso Suizo

In der Nacht Wetterleuchten, Donnergrollen, starker Regen und der Wind rüttelt am Brujito. Am Morgen ist der Himmel immer noch stark bewölkt und der Wind beutelt die Wäsche an der Leine.
Durchsicht der Vorräte, Medikamente usw.
Nachtessen bei Silvia und Heinz. Freu mich drauf.

 

 


noch weiter südwärts …….

aktuelle Reiseroute:

aus dem Tagebuch von Maria:

Sonntag, 4. März 2018

Boraçeia – Guarau bei Peruibe

Bereits um halb sieben werden wir durch lautes Rufen und Lachen geweckt. Ein brasilianischer Familienclan hat sich im nahen Quincho versammelt und feiert seinen Sonntag am Strand. 

Ich habe schon oft gestaunt, wie früh die Brasilianer am Morgen unterwegs sind. Sobald wir reisefertig sind, geht es weiter der Küste entlang, dann in einem grossen Bogen über die Umfahrung von Santos, dem grössten Hafen Südamerikas.

Es hat wenig Verkehr und bereits um drei erreichen wir Guarau bei Peruibe,

ein kleiner Badeort, ca. 80km von Santos entfernt. Wir wählen den mittleren der drei Campingplätze,

ziehen uns um und gehen an die Praia zu den beiden grossen C. (Caipi und Camaroes).
Gegen Abend schwarzer Himmel,

Wolkenbruch, aber wir sind am Schärme.

Montag, 5. März 2018

Guarau – Curitiba, Camping do So

Ein wolkenloser Himmel spannt sich über die Bucht. Fast zu schön um real zu sein. Wir zmörgelen unsere Mango, heute zusammen mit Bananen, Trauben und runden das Ganze mit Biscoitus und einem Cafezinho ab.

Gut gestärkt machen wir uns auf nach Curitiba. Gleich hinter der Küste beginnen grosse Bananenplantagen. Sie ziehen sich über Hügelkuppen und durch Talsenken und begleiten uns den ganzen Weg.

Die reifenden Bananen an den Stauden sind zum Teil in Plastiksäcke verpackt. Wer isst denn um Himmels Willen alle diese Bananen????
In Curitiba haben wir die Adresse von Sò Trailers, einer Camperfachwerkstatt.

Der Brujito hat ein paar Bobos und zwei davon sollten geheilt werden.

  1. Der Kühlschrank. Wenn er mit Gas läuft kühlt er seit zwei Monaten nicht richtig und stinkt nach Abgasen.
    Die völlig verrussten Leitungen werden gereinigt und jetzt funktioniert er wieder.
  2. Die Klimaanlage. Sie brummt laut und kühlt nicht richtig.
    Befund; die Kühlmittelleitung ist gebrochen und muss geschweisst werden und das Gas erneuert werden. Das wird morgen erledigt. Jupi.
    Wir übernachten auf dem Camping Sò.

Und jetzt gibts Pizza.

Dienstag, 6. März 2018

Curitiba, Camping do So

Keine Pizza gestern zum Znacht. Montag Abend, alles geschlossen. Dafür gab es ein Fleischspiessli von der Metzg, ohne Brot, mit einem kalten Bier.
Den ganzen Morgen warten wir auf den Gas-Mensch. Um halb zwei erscheint er endlich und macht sich an die Arbeit. Die gebrochene Leitung der Klimaanlage wird ersetzt und neues Gas eingefüllt. Aller Mühe zum Trotz funktioniert das Ding nicht. Offenbar ist am Kompresser auch etwas kaputt. Das muss warten bis wir in Buenos Aires sind. Da er das Problem nicht lösen kann, will der Gas-Mensch auch nichts verrechnen. Wir bezahlen ihn trotzdem.
Von unserer To- do Liste erledigen wir noch einen weiteren Punkt. Ein Rodizio in einer Churrascaria. Bei strömendem Regen fahren wir zum Recanto do Gaucho.

Dort gibt es verschiedenes Fleisch vom Grill nach dem Motto „Soviel man essen mag“. Schon allein das Selbstbedienungsbüffet reicht um sich kugelrund zu schlemmen. In einem nicht endenden Reigen bringen die Kellner grosse Fleischspiesse an den Tisch und schneiden davon Stücke in den Teller.


…schlaf fein gsund und bleib recht kugelrund!

Mittwoch, 7. März 2018

Curitiba – Guaporango, Restaurante Sombrero

Bei Regen verlassen wir Curitiba und erreichen nach kurzer Zeit die Küste und die BR 101 welche über 4500km durch Brasilien führt. Viele Lastwagen sind unterwegs.

Trüber Himmel, graues Meer. Gegen Abend verlassen wir die Autobahn und fahren in Guaporango auf den Parkplatz des Restaurante Sombrero. Wir haben Glück und dürfen hier über Nacht bleiben. Draussen im Meer sehen wir die Ilha Santa Caterina. Der Wind peitscht die Wellen ans Ufer. Wir verkriechen uns im Brujito.

Donnerstag, 8. März 2018

Guaporango – Praia Grande

Trotz Lärm von der Autobahn nicht schlecht geschlafen. Die Wolken werden weggeblasen und vor uns liegt das Meer im schönsten Sonnenschein.

Feines Mangofrühstück, dann geht es weiter. Zum Abschied winken wir noch zur Ilha St. Catarina hinüber. Dort verbrachten wir letztes Jahr ein paar schöne Tage.
Vor Torres zweigen wir von der Autobahn ab in Richtung Berge. Wir wollen zu den Canyons do Sul. Freier Stellplatz am Fluss von Praia Grande.

Freitag, 9. März 2018

Praia Grande – Gramado, Camping

Mutterseelenallein und ganz ruhig haben wir die Nacht am Fluss verbracht.

Nachdem alles wieder verstaut ist, fahren wir los in Richtung der Canyons. Wolken stauen sich an den Berghängen, die Gipfel sind im Nebel. Unser Brujito bringt uns eine steile, kurvige Schotterstrasse hinauf. Nur einmal drehen die Räder im lockeren Kies durch, aber mit Anlauf schafft er auch dieses Hindernis.

Der Himmel klart auf. Wir parkieren auf dem Hochplateau und laufen durch dichten Wald mit Araukarien, Bambus, Riesenfarnen und mit Orchideen bewachsenen Bäumen.

Flechtenbärte hängen von den Ästen. Dann führt der Weg aus dem Wald hinaus und wir stehen am eindrücklichen Itaimbezinho-Canyon, Nationalpark Aparados da Serra.

Ein schmaler Wasserfall rauscht in die Tiefe, weit unter uns schlängelt sich der Fluss durch die Schlucht. Geier schweben darüber hinweg.

Weiterfahrt bis Gramado über die Serra grande ……

 

 

…. bis Camping Gramado, den wir vor 3 Jahren bereits einmal besucht haben.

 

 


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