Autor: <span class="vcard">Heinz Schelbert</span>

am Titicacasee

Unsere Reiseroute:

aus dem Tagebuch von Maria:

5. Dezember 2018 La Paz – Coroico

Durch dichten Stadtverkehr hinaus und hinauf zum Paso de la Cumbre. Fötelistopp, das Wetter spielt mit und schon geht es auf der anderen Seite über unzählige Kurven hinunter bis nach Coroico.

wunderschöne wilde und kalte Landschaft bei 4500m

Paso de la Cumbre, dann gehts in die Yungas

Bei der Antinarcotico-Kontrolle schnorrt der Polizist um Zigaretten und da wir keine dabei haben um eine kleine Spende. Um zehn Bolivianos leichter fahren wir weiter. Tief unter uns fliesst ein Fluss, kleine Wellblechbudenbeizli säumen ab und zu die Strasse und bieten Truchas (Forellen) an. Am gegenüber liegenden Hang die Ruta de la Muerte. Morgen gilts ernst.

Coroico

Wir dürfen auf dem Grundstück vom Rincon Munaipata Café, ein Vorzeigeprojekt vom Schweizer René Brugger übernachten. Herzlicher Empfang, liebenswürdige Gastfreundschaft.

Rene bereitet uns einen feinen Kaffee vor

6. Dezember 2018 Coroico, Rincon Munaipata Café – Pongo

Heute haben wir viel vor. Bei René gibt es zum Auftakt einen feinen Kaffee. Danach führt uns Pasquale durch die Plantage und erklärt den Werdegang der Kaffeeproduktion. Sehen und staunen.

Ich habe viel gelernt in diesen drei Stunden. Vier Häute werden von jeder Kaffeebohne entfernt bevor sie bereit ist fürs Rösten. Von der äussersten Haut, der Sultana, wird ein erfrischendes, blutdrucksenkendes Getränk hergestellt. Die weiteren Hüllen werden als Kompost verwendet. Am Ende der Führung gibts eine Kaffee-Degustation verschieden starker Röstungen. Übrigens: Nescafé = No es Café!

Wir verlassen Munaipata, fahren hinunter bis zur Talsole, über eine kleine Brücke und dann sind wir auf der berühmt, berüchtigten Ruta de la Muerte.

Sie wurde in den 1930er Jahren von paraguayischen Kriegsgefangenen gebaut und galt bis zur Eröffnung der neuen Strasse im Jahr 2007 als die gefährlichste Strasse der Welt. Zusammen mit Ursi, Robert und Ramon in ihrem Womo ruckeln wir die anfänglich recht zahme Naturstrasse hinauf. Aber dann: Atemberaubende Aussichten ins Bodenlose.

Durch Wasserfälle, um enge, steile Kurven und bedenklich schmale Durchgänge fahren wir und überwinden auf der 80 km langen Strecke rund 2000 Höhenmeter. Adrenalin pur.

In Pongo gibts als Samichlausznacht eine Trucha bei Sonia.

Sonjas Trucha

saubere Küche, vor allem das Oel, bei Sonja

Es ist Samichlaus-.Tag, also eine rote Kappe bei Ursi gehört dazu……Stellplatz im Dörflein unterhalb der Hauptstrasse.

 

7. Dezember 2018 Pongo – Copacabana

Kalte, regnerische Nacht, nebelverhangene Berge. Robert will die Strecke bis auf den Paso de la Cumbre auf dem Bike zurück legen.

Wir sagen „Tschüss“ und hoffentlich bis bald in Copacabana.

Auch wir fahren weiter, über El Alto, durch eine weite Landschaft bis ans Ufer des Titicacasees.

Titicacasee

Mit der Fähre gehts hinüber zur Halbinsel Yambupata und über den Bergrücken nach Copacabana. Eine weite Bucht, tiefblauer See auf dem viele Boote schaukeln. In der Ferne die Isla del Sol und Isla de Luna.

Wir finden einen hübschen Stellplatz im Hostal Joshua.

Znacht im zweitbesten Restaurant laut Tripadvisor. Heinz: Chili con Carne = fein. Maria: Fajitas con Pollo = angelaufenes Pouletfleisch, nicht so fein.

8. Dezember 2018 Copacabana, Hostal Joshua

Wunderbar ruhiger Ort. Frühstück inklusive. Tee de Coca, kleiner Fruchtsalat, 2 flache Brötli, Peanutbutter oder Apfelkonfi mit Nägeli.

Beim Spaziergang am See, treffen wir auf die Hochzeitsgesellschaft Nr.1. In einem grossen Rund sitzen Braut, Bräutigam und die vielen Gäste. Bier wird herum gereicht und eine Musikgruppe, bestehend aus 4 Saxophonspielern und einem Schlagzeuger, spielen lüpfige Musik.

Das Hochzeitspaar eröffnet den Tanz, zusammen mit anderen Paaren bilden sie eine lange Reihe. Die Cholitas schwenken ihre Hüften und mehrere Lagen Spitzenunterkleider blitzen unter den Röcken hervor.  Und über dem Ganzen schwebt eine Drohne.

Wir spazieren durch den Ort bis zur Kathedrale.

Hochzeit Nr.2.

Das Brautpaar steht vor der Kirche, eine Mariachi-Musik spielt laut und eher falsch, ein Sänger liest den Liedtext vom I-Pad ab. Eine Frau mit Mikrofon moderiert.

Der Bräutigam erhält einen Mexikanerhut und eröffnet mit der Braut den Hochzeitstanz. Walzer. Ich glaube der Braut tun die Füsse weh. Die anwesenden Cholitas zeigen ihren wunderschönen, opulenten Schmuck. Dann zieht die ganze Gesellschaft in die Sala de Festa. Inklusive Drohne.

Nach dem Apéro gehts gemeinsam zum besten Restaurant am Ort laut Tripadvisor. Fantastisches Ceviche. Lama leider eher zäh.

9. Dezember 2018 Copacabana, Hostal Joshua

Wir haben gelesen, dass bei der Basilica Virgen de Copacabana jeweils Autos einen Segen erhalten. Das möchte ich sehen. Vor der Kirche stehen viele Fahrzeuge, mit Blumengirlanden und Gestecken geschmückt und die Besitzer warten geduldig bis sie an der Reihe sind.

Die Motorhaube wird geöffnet, bei einigen steht eine Madonnafigur, ein Miniaturauto, ein kleines Haus nebst Blumen im Motorraum. Der Priester benetzt alles, geht rund ums Fahrzeug und spricht einen Segen für das Auto und die dazu gehörenden Leute. Feierliche Stimmung.

Tschüss Copacabana und Bolivien

Herrlicher Tag. Tiefblauer Himmel und an der Sonne warm. Am Abend nochmals gemeinsames Nachtessen mit Gislers. Morgen trennen sich unsere Wege wieder. Danke ihr Lieben, es war sehr schön mit euch.


über die Cordilleras Richtung La Paz

aus dem Tagebuch von Maria:

30. November 2018 Sucre – LLallagua

Quentin und Carina, auch so gehts, halt nur mit 2 Pferdestärken

 

Die Franzosen verlassen Sucre, auch wir räumen zusammen, stocken im Supermercado unsere Vorräte auf und fahren im Mittagsverkehr aus der Stadt und die Berge hinauf. Wir kurven von einem Dörflein zum nächsten. Binsengedeckte Dächer, Schaf und Ziegenherden. Ein altes Weiblein treibt Schweine vor sich her.

letzter Blick auf Sucre, Hauptstadt von Bolivien

alle Häuser gleich, kein Verputz, ein Zimmer, leider Abfall überall

Gärtchen bis auf 4500m

Wilde Cordilleras auf 4500m

Über 4300m führt uns die Strasse. Kleine Äcker selbst in dieser Höhe. In LLallagua treffen wir uns mit den Quentin und Karina. Der Stellplatz-Eintrag im iOverlander stimmt nicht und wir suchen uns gemeinsam einen Platz für die Nacht.

 

Bei einem Glas Wein sitzen wir noch zusammen. Netter Abend.

1. Dezember 2018 LLallagua – La Paz

Wir verabschieden uns von Quentin und Karina, vielleicht treffen wir uns unterwegs wieder.

Wir fahren zügig über Oruro, die Autobahn ist gut ausgebaut und gegen vier erreichen wir den Camping Oberland in La Paz, erste Adresse für Panamericana-Reisende.

Hotel Oberland …. mit Gislers alleine

Ursi und Robert Gisler bereiten uns einen herzlichen Empfang und laden uns erst noch zu einem feinen Nachtessen ein. Wir geniessen das gemütliche Beisammensein, es gibt viel zu erzählen.

2. Dezember 2018 La Paz, Camping Oberland

Ruhige Nacht, lange gelesen. Zmorge mit knusprigem Gipfeli (beinahe besser als in der Schweiz) und Baguette, offeriert von Gislers.

Nach dem Sonntagseili und Cafesito wird gearbeitet. Heinz erledigt verschiedene Reparaturen, ich entstaube das Moskitonetz und ersetze fehlende Magnete. Echli e Nifeliarbet.

Zufrieden mit unserer Arbeit belohnen wir uns mit einem Güggeli vom Holzgrill und feiern 1. Advent

3. Dezember 2018 La Paz, Camping Oberland

Mit Gerd, unserem Guia, steigen wir um neun ins Taxi und lassen uns zur Linea Verde, der grünen Seilbahnstation bringen. Fünf Seilbahnstrecken gibt es hier mittlerweile. Die Rote Linie war die erste und mit ihr überwindet man die Strecke von La Paz nach El Alto in elf Minuten, mit dem Auto in einer Stunde. Daneben gibt es eine grüne, gelbe, blaue und weisse Strecke und noch zwei sollen dazu kommen.

Wir schweben über die gigantische Stadt die sich vom Grund eines Canyons in die Bergtäler hinauf ausbreitet. Gerd erklärt uns die Unterschiede der einzelnen Stadtquartiere, von luxuriös bis arm. Die gelbe Linie bringt uns weit hinauf, wir lassen das Stadtbild auf uns wirken, die unzähligen Treppen, hier oben die einfachen, unverputzten Häuser. Und im Zentrum ragt der neue Präsidentenpalast über die anderen Hochhäuser.

Der richtige Hexenmarkt ist hier in El Alto. Gerd lebt seit über zwanzig Jahren in La Paz, weiss unendlich vieles über die Hauptstadt und Bolivien und ist ein ausgezeichneter Reiseführer. Wir laufen durch den Hexenmarkt. Nackte kleine Lamaföten und grössere Lamaföten mit Fell hängen in den Marktständen. Säcklein mit verschiedenen, zu Motiven gepresstem Zuckerbildern stehen reihenweise in Gestellen, auf dem Tisch Kräuter, gemahlene Mineralien, Fläschchen mit geheimnisvollen Ingredienzen und dahinter thront die Cholita die diese Sachen verkauft. Gebraucht werden sie für Zeremonien und hier werden sie eingekauft.

Eine Strasse weiter, Tür an Tür, arbeiten die Zeremonienmeister und Wahrsager (innen). Eine brennende Feuerschale zeigt an ob ein Meister anwesend ist. Fotografieren ist selten erlaubt. Soviele Eindrücke, nicht alles fassbar.

Schamanen bereiten die Zeremmonie vor

dort wo es räuchelt, wird wahrgesagt

Individuelle Betreuung in den kleinen Kabäuschen

Weiter geht es hinunter in die Gasse mit den noch wenigen erhaltenen kolonialen Gebäude. Kurze Merienda, bolivianische Empanadas: Saltenas. An der Plaza Murillo, viele Tauben, und der Blick hinauf zum Präsidentenpalast, davor der ehemalige Regierungspalast.

Mit Gislers zusammen beschliessen wir den Tag mit einem Cordon bleu de Lama in der Altstadt und einer Fahrt mit der Seilbahn weit hinauf. Das Lichtermeer von La Paz ist märchenhaft.

herrliches Lichtermeer über la Paz

 

4. Dezember 2018 La Paz, Camping Oberland

Trotz wunden Füssen und müden Beinen, fahren wir nochmals in die Stadt, lassen uns durch Strassen treiben und geniessen die quirlige Atmosphäre. Um sechs Uhr werden die Fahnen an der Plaza Morillo von Soldaten in historischen Uniformen feierlich hinuntergelassen und zusammengelegt.

Über eine steile Treppe steigen wir hinauf in eine Pizzeria. Uraltes Gebäude, feine Holzofenpizza.  Wir haben den Tag geschafft!


Richtung Titicaca-See

unsere Reiseroute:

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aus dem Tagebuch von Maria:

24. November 2018 Agua blanca – Tarija, Bolivien

Wir verabschieden uns von dem freundlichen Tankwart und fahren zur bolivianischen Grenze. Der Übertritt ist schnell gemacht und schon sind wir unterwegs in Richtung Tarija. Die kurvige Strasse führt durch üppige Vegetation dem Rio Bermeja entlang.

die Wolken drücken über die Berge … noch kein Regen

Kühe weiden auf schmalen Grasstreifen am Strassenrand. Auch eine grosse Viehherde ist unterwegs. In Padkaya machen wir Pause und kaufen empanada-artige Teiggebilde, drei mal salzig mit Käse, einmal süss mit Eischnee bestrichen. Die Salzigen sind süss mit Käse. Nicht so fein, aber interessant.

Tarija liegt auf über 1800m und es ist merklich kühler. Zuerst machen wir die nötigen Einkäufe und parkieren anschliessend beim Hostel + Camping „La Cùpula“.

schöner Platz, leider fehlt eine putzende Hand

 

25. November 2018 Tarija, Camping La Cùpula

Das Hostel/Camping steht neben der Polizeigrundschule. Stündlich wird Trompete geblasen und von Zeit zu Zeit hört man markige Befehle die im lauten Chor wiederholt werden.

Das Hostel selbst hat sicher bessere Tage gesehen, aber es ist alles da. Das Internet ist gut, so können wir längst fällige Mails und Nachrichten versenden und Bücher herunterladen usw.

Ein Taxi bringt uns gegen 4 Uhr in die ausgestorben scheinende Stadt. Sonntagsruhe. Wir flanieren durch die Strassen, alles hat geschlossen.

Auch die Parilla „ Fogón de El Gringo“. Dafür gibts eine feine Forelle im „El Marques“ zum Znacht.

26. November Tarija, Camping  La Cùpula

Am Nachmittag halb drei, werden wir zu einer Weintour abgeholt. Tarija rühmt sich die höchsten Weinberge der Welt zu besitzen. (Da haben sie wohl Colomé vergessen). Ob die Weine wirklich so gut sind wie propagiert?

Jorge in Aktion

Im Kleinbus geht es zum ersten Weingut. Campo de Solana. Jorge, unser Guide führt uns durch die Produktionsstätte und wir sind überrascht über die modern eingerichtete Anlage. Anschliessend wird und ein Wein zur Probe kredenzt, ein Cabernet Sauvignon, der es durchaus mit der ausländischen Konkurrenz aufnehmen kann.

geschmischte Besucher: Bolivianer, Schweizer, Franzose, Deutscher, Holländerin

Dann geht es weiter zur Casa Real. Hier wird der Singani gebrannt, der bolivianische Weinbrand. Eis, ein Zitronenschnitz, zwei Fingerbreit Singani und vier Fingerbreit Ginger Ale und fertig ist der erfrischende Chuflay, bolivianisches Nationalgetränk.

Alambique, bis zu 3-facher Destillation

Chuflay aus Singani und Ginger Ale aus dem Hause Casa Real

Nächster Stopp ist das Weingut Kohlberg, einziger Schaumwein-Hersteller im Land Wir sind eine bunt gemischte Gruppe, vertreten ist Bolivien, Frankreich, Deutschland, Holland und die Schweiz.

Kohlberg Weine

Bei der letzten Degustation werden sieben verschiedene Weine „Vinos Artesanales“ angeboten, von trocken über halbsüss bis süss, zum Abschluss gibts einen Singani. Anschliessend fahren wir leicht angeschickert zurück nach Tarija.

Degustation von 8 artesanalen Weine. Das Glas kreist, der Letzte trinkt aus …..

illustre, lustige Schlussrunde

Wir beschliessen den Tag mit einem argentinischen Bife de Chorizo und Cabrito UND einem schönen bolivianischen Wein vom Campos de Solana.

Von diesem Grill kann ich nur träumen … auch vom Fleisch

27. November 2018 Tarija – Padcoyo, Posto YPFB

Bevor wir Tarija in Richtung Potosi verlassen, decken wir uns mit Früchten für das Frühstück ein. Schon kurz nach der Stadt steigt die Strasse stetig an. Dichte Wolken hängen über den Bergen.

herrliche Landschaft auf über 3000m

Zementfabrik ( für Charly )

 

Wollen wir dahin? Der Himmel klart jedoch auf. Trotz anfänglicher Bedenken wegen der Höhe, richten wir uns für die Nacht in Padcoyo auf 3400müM ein. Chili-Nudeln vom Hasta la Pasta zum Znacht. Um neun sind wir im Bett.

 

28. November 2018 Padcoyo – Sucre, Camping Alberto und Felicidad

Wir parken gegenüber der YPF-Tankstelle und dürfen die Banos benutzen. Die Höhe beschert mir ein fiebriges Rauschen im Kopf und ich liege lange wach.

Frisch starten wir zur nächsten Etappe hinauf über eine herrlich weite Hochebene nach Potosi (4070müM).

der Cerro Rico ( rechts ) von Potosi

die ganze Stadt lebt vom Bergabbau ( Zinn und Zink )

Potosi auf 4080m

Vor sechs Jahren waren wir mehrere Tage hier und fahren daher gleich weiter über die kurvenreiche Strecke nach Sucre. 

Strassenzoll

turbulenter Empfang in Sucre

Die Sonne begleitet uns bis zum Camping von Alberto und Felicidad

29. November 2018 Sucre, Camping Alberto y Felicidad

Ein französisches Pärchen, unterwegs mit einem alten Citroën Diane plus Anhänger und eine amerikanische Familie mit drei Kindern unterwegs seit 4 Jahren mit einem Geländewagen mit Aufsetzkabine,  Anhänger und Zeltaufbau, stehen auch hier. Es gibt immer wieder kurze, interessante  Einblicke in das Leben anderer Reisenden.

Camping bei Alberto und Felicidad

Nach der ruhigen Nacht wollen wir die Stadt anschauen. Der Mercado Central mit seinem opulenten Angebot gefällt mir besonders gut. Dichtes Gedränge rund um den Hauptplatz, chaotischer Verkehr. Sucre helle Stadt, mit weissen Hausfassaden und vielen weissen Kirchtürmen.


unsere Reiseroute ……

Hier in Tarija haben wir einen guten Internet-Empfang. Deshalb kann ich die Google-Karte mit unserer gefahrenen Strecke hochladen.

 

Dann ist aber immer noch unsere Reiseroute unter www.polarsteps.com/HeinzSchelbert gültig

drauf klicken ……

 


Richtung Bolivien

aus dem Tagebuch von Maria:

17. November 2018 Altos, Hasta la Pasta

Markt in San Bernardino. Appenzellerkäse, Gruyère und Schwarzwaldschinken gekauft. Ebenso einen Wunderlikör zur Reinigung der Leber und Aktivierung des Pankreas! Das kann uns nur gut tun.

herrliche Aussicht auf den See …..

 

Gemütlicher Abend am Feuer mit Regula. Aussergewöhnliche Frau. Sie hat, zusammen mit ihrem damaligen Mann in der Schweiz während 25 Jahren einen Schafbetrieb geführt. Jetzt ist sie Reisende in Südamerika, zurzeit hilfreicher Engel im Hasta la Pasta bei René und Marion.

Regula die Schäferin mit ihrem Büssli

18. November 2018 Hasta la Pasta, Altos

René und Marion haben im Gebäude der ehemaligen Pastaproduktion einen Aufenthaltsraum für die Wo-Mo-Reisenden eingerichtet. So können auch Overlander mit Dachzelt, oder mit kleinen Reisemobilen bei Regenwetter am Schärme sitzen. Es hat eine Kochgelegenheit und Abwaschtrog, einen grossen Tisch, genügend Stühle, ein kleines Sofa, Spiele und ein Büchergestell mit Literatur in verschiedenen Sprachen. So sitzen wir an diesem verregneten Nachmittag in gemütlicher Runde hier, René und Marion, Regula und wir.

René trainiert mit eisernem Willen zweimal im Tag mit einer Physiotherapeutin und macht mit der Hilfe von Marion zusätzlich täglich Übungen in der Pileta.  Er macht grosse Fortschritte. Wir freuen uns mit ihm.

19. November 2018 Hasta la Pasta, Ausflug nach Asuncion

Frühe Abfahrt nach Asuncion. Der Brujito erhält neue Reifen. Um elf sind wir in der Werkstatt, um halb eins steht unser Wägeli frisch besohlt bereit.

In der Nähe des Mercado 4 parkieren wir und tauchen ein in die turbulente Marktwelt. Fleisch, Schuhe, Kleider, Früchte, Gemüse, Heilkräuter, Haushalt. Alles da in kunterbunter Vielfalt.

 

20. November 2018 Hasta la Pasta, Ausflug nach Caacupé und Tobati

Die imposante Basilica de la Virgen in Caacupé wird am 8. Dezember jeweils von hunderttausenden Pilgern besucht. Bereits sind Abschrankungen aufgestellt um dem Ansturm gewachsen zu sein. Im Innern der Kirche überraschende Schlichtheit. Die kleine, nur etwa 60cm grosse, prächtig gekleidete Marienstatue der die Feier gilt, steht auf einem hohen, pyramidenförmigen Sockel im Altarraum.

In Tobati soll es mehrere Ziegelbrennereien geben die noch mit einfachen Mitteln Ziegel herstellen. Dort möchten wir hin. Schon in der Ortseinfahrt sehen wir rechts und links von der Strasse ganz unterschiedliche Brennereien. Zum Teil fabrikmässig grosse Öfen, teils halb zerfallene, bei denen nicht klar ist ob sie noch in Betrieb sind.

Wir haben Glück, in einer Brennerei ist der Ofen gefüllt, die Öffnungen zugemauert und er von unten wird er mit ganzen Holzstämmen befeuert. Ein Arbeiter lässt für uns eine einfache Maschine laufen, mit der der Lehm zu Ziegeln geformt wird. Diese werden dann auf Holzgestellen gestapelt, an der Luft angetrocknet und danach im Ofen gebrannt. Beim Weiterfahren sehen auf einem anderen Werkplatz wie Lehm von Hand in Formen gefüllt wird. Vier Ziegel auf einmal fasst so eine Form. Knochenarbeit.

Schöner Grill-Abend zusammen mit René, Marion, Regula und, heute angekommen, Renate und Bruno vom Pepamobil.

 

21. November 2018 Altos, Paraguay – Formosa, Argentinien

Nach dem Zmorge sitzen wir noch eine Weile mit Renate und Bruno zusammen. Über siebzehn Jahren sind sie gereist und haben letztes Jahr überraschend in Paraguay Land gekauft, ein Haus gebaut und sind sesshaft geworden. Sie haben sehr viel Interessantes zu erzählen.

Eine letzte Umarmung, Tschüss alle ihr Lieben. Heute müssen wir uns losreissen.

Ohne Verzögerung geht es über die Grenze nach Argentinien.

Am Abend parkieren wir bei einer Tankstelle ausserhalb von Formosa. Sehr viele LKWs stehen hier über Nacht. Ab Mitternacht werden wir vom Tankstellenlautsprecher mit Sambamusik beschallt. In Diskolautstärke. Für wer spielt die Musik? Für die Chauffeure? Wohl eher nicht. Um halb vier bittet Heinz die einzig anwesende Chica im Laden die Musik leiser zu stellen. Zweimal bis es klappt.

22. November 2018 Posto in Formosa – Ingeniero Juarez

Wie ich mich freue, als wir unterwegs im Chaco Argentino Dickbauchbäume sehen. Ich nenne sie so, sie heissen Palo borracho, das bedeutet „betrunkener Baum“. Um in dieser sehr heissen und trockenen Region zu überleben speichern sie Wasser in ihrem Stamm.

Hay Carne! Ganze Kuhhälften hängen in einem kleinen Strassendorf unter den Vordächern mehrerer Häuser. Wir fahren nochmals zurück und staunen. Das ist ein willkommenes Fotomotiv.

Nachtstellplatz in der ehemaligen ACA Tankstelle in Ingeniere Juarez. Herrlich kühles Bistro mit Wifi für ca 1 Stunde. Draussen schweisstreibende Hitze. Nach dem Röschti und Wurstznacht braut sich ein Gewitter zusammen. Zum Auftakt gibts kräftige Sturmböen und in Sekunden sind wir im Brujito vollkommen eingestaubt. Alles, aber auch alles ist von feinem Erdstaub bedeckt. Wäääh, und gerade haben wir doch alles so schön geputzt. Wir knirschen mit den Zähnen und das nicht nur vor Frust und entstauben das Bett usw

23. November 2018 Ingeniere Juarez – Agua blanca

Am Morgen werden die Sturmschäden sichtbar. Kurze Zeit standen wir gestern im Schatten eines Eukalyptusbaumes. Heute liegt dort ein grosser Ast am Boden.

Von einem anderen Baum hat der Sturm die Hälfte abgerissen. Die Toiletten standen in der Nacht unter Wasser. Heute Morgen ist alles sauber geputzt. Auch wir entstauben noch das Gröbste. Dann fahren wir weiter.

Ohhh, die schönen Borracho Bäume. Leguane tummeln sich am Strassenrand. Immer wieder Ziegenherden.

Gegen fünf erreichen wir Agua blanca. Wir parkieren an der Tankstelle neben einem alten Wohnanhänger und zwei LKWs. Es gibt Wifi und bei Bedarf Strom und ein sauberes Bano steht auch zu Verfügung. Zum Znacht gibt es Pasta und ein lautes Zikadenkonzert. Morgen gehts über die Grenze nach Bolivien.


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