Im Regen durch Minas Gerais

Aktuelle Reiseroute:

aus dem Tagebuch von Maria:

Mittwoch, 14. Februar 2018

Diamantina, Camping Sao Pedro

Am Morgen dicke Wolken über den Bergen, Nieselregen. Gegen Mittag zeigt sich die Sonne, blauer Himmel über den Felskuppen. Wir bleiben den ganzen Tag auf dem Camping. Heinz arbeitet am Blog, ich schwelge im Gartengrün der Anlage.

Kolibris umschwirren die Blütensträucher, kleine hellblaue Vögel nehmen genussvoll ein Bad, Bienen sitzen in der Blüte des Phylodendrons, ich kann mich kaum satt sehen.

Donnerstag, 15. Februar 2018

Diamantina – Belo Horizonte, Pampulha

Bevor wir weiterfahren, wagen wir uns nochmals in die steilen Gassen von Diamantina. Leider ist die Igreja der „Chica da Silva“, bis um zwei geschlossen. Solange wollen wir nicht warten.

Nach dem Einkauf im Supermercado gehts wieder die Serpentinenstrasse hinunter nach Curvelas und weiter nach Belo Horizonte. Gegen Abend erreichen wir die Stadt und fahren direkt nach Pampulha und übernachten bei der Sportanlage.

 

 

Freitag, 16. Februar 2018

Belo Horizonte – Brumadinho

Estadio Magalaes Pinto, 7 zu 1 für Deutschland

Pampulha, ein Quartier am gleichnamigen, künstlichen See, ist bekannt geworden durch die Igreja Sao Francisco de Assis, erbaut 1942 von Oskar Niemeyer. Der Auftrag zum Bau kam von Juscelino Kubitschek, damals Stadtpräsident von Be Aga wie Belo Horizonte genannt wird.

Die, für die damalige Zeit sehr moderne Kirche, wurde aber von der katholischen Obrigkeit nie anerkannt.


Im leichten Nieselregen spazieren wir zum See und zur Kirche. Der Weg ist gut ausgeschildert, wir sind gespannt. Jedoch einmal mehr; die Kirche ist geschlossen, wie es scheint schon längere Zeit. Durch die schmutzigen Glasfenster sehen wir ins Innere, schwach erkennt man die Keramikbilder. Schade.
Mit Glück finden wir einen Parkplatz ganz in der Nähe des Museu de Arte e Oficios in dem kunsthandwerkliche Erzeugnisse aus vier Jahrhunderten ausgestellt sind. Das Museum ist geschmackvoll und beinahe luxuriös eingerichtet, die Exponate sehr gut erhalten.

Nach zwei Stunden verlassen wir BH und fahren südwärts nach Brumadinho wo uns ein weiteres Highlight erwartet.

Samstag, 17. Februar 2018

Brumadinho Parque Imhotim – Ouro Preto

Der Parque Imhotim verbindet Kunst und Natur auf eine ganz besondere Weise.

Auf 245ha hat der Industrielle Bernardo Paz einen wunderschönen Park geschaffen und gleichzeitig mit hauptsächlich grossen Installationen und Pavillons für einzelne Künstler eine riesige Kunstausstellung realisiert.
Am Eingang werden unsere Impfausweise überprüft. Nur wer gegen Gelbfieber geimpft ist erhält einen Visitor-Aufkleber und darf die Anlage betreten. In Minas Gerais wird dieser Krankheit der Kampf angesagt. Jedes Jahr gibt es durch sie mehrere Todesfälle.
Mit E-Chäreli werden die Besucher in die weiter entfernten Gebiete gebracht. Wir sind tief beeindruckt vom diesem Park.

Unzählige, wunderschöne exotische Bäume, Palmen, Büsche, Blumen und Kakteen sind um grosse Teiche gruppiert und stehen an verschlungenen Pfaden. Offiziell braucht man drei Tage wenn man alles anschauen möchte. Wir beschränken uns auf den Park und wenige Künstler und lassen ihre Werke auf uns wirken.

Nicht alles findet bei uns Anklang. Hier noch ein paar gymnastische Ideen und Vorschläge für die Old Stars vom Tennis.

Zurück im Brujito, fahren wir nach einer kurzen Pause über Stock und Stein nach Ouro Preto. Neben der Praça Tiradentes finden wir in einer Seitengasse einen Stellplatz und kehren in der Casa do Ouvidor zum Znacht ein.

Sonntag, 18. Februar 2018

Ouro Preto

Wir haben es gewusst. Samstagnacht, lang und laut.

Ouro Preto hat viele Sehenswürdigkeiten. Die ehemalig Vila Rica genannte Stadt macht ihrem Namen Ehre. Ca. 500 Tonnen reinstes Gold wurde hier vor zweihundert Jahren gewonnen.

Entsprechend prunkvoll wurden die Kirchen ausgeschmückt. In der Igreja Matriz de N. S. do Pilar wurden über 400kg Gold und 400kg Silber verwendet. 472 Engelskulpturen zieren die Wände. Es ist fast zu viel des Guten.

Wir kraxeln die engen, steilen Gassen hinauf und hinunter, schauen in alle Kirchen die geöffnet sind, besuchen die Feira und betrachten die Schmuckauslagen der Juweliers. Ein Anhänger hat es mit angetan. In der Mitte das Symbol für OM (ich dachte es sei die Zahl 35!), darum herum die sechs Chakras durch verschiedene Halbedelsteine dargestellt.

Wirklich hübsch, aber nichts für mich.

Montag, 19. Februar 2018

Ouro Preto – Tiradentes

Besuch in der Mina de Ouro da Passagem, eine stillgelegte Goldmine zwischen Ouro Preto und Mariana. In einem kleinen, mit Holzbänken bestückten Wagen werden wir auf Schienen in die Mine hinab gelassen.

120m unter Tag steigen wir aus und werden durch die Gänge geführt. Gewaltige Felssäulen stützen die Gewölbe. Rechts und links zweigen weitere Gänge ab, immer niedriger werdend. Beklemmend. Ein glasklarer unterirdischer See animiert zwei Besucher zum Baden. Brrrr.
Der Brujito wartet auf uns und nimmt uns mit, über eine gut ausgebaute Strasse, durch Platzregen und Wasserpfützen, zum nächsten Ziel: Tiradentes.

 

Dienstag, 20. Februar 2018

Tiradentes, Camping Tiradentes

Im IOverland wird der Camping Tiradentes in den höchsten Tönen gelobt und hat nicht übertrieben.

Wir stehen am schokoladebraunen Fluss inmitten der liebevoll, mit viel Geschmack gestalteten Anlage und die Nacht war herrlich ruhig.

Wir schlendern durch das kleine, saubere Städtchen. Die Igreja Matriz de Santo Antonio mit ihren vergoldeten Altären ist eine der reichsten Kirchen des Landes. Die Fülle der Engel, die reich verzierten Säulen und das viele Gold verlangen eine längere Betrachtung. Das Fotografieren ist verboten.

Nach einem kurzen Regenschauer geht es weiter durch die Gassen. Es hat viele einstöckige, aneinander gebaute Kolonialhäuser, einige mit eigener Hauskapelle, schön restauriert. Wie in Ouro Preto, sehen wir keine einsturzgefährdeten Bauten oder Bauruinen. Mit einem Caipi und Carpaccio beschliessen wir unseren Rundgang.


Danach holpern wir auf einer steinigen Strasse hinauf nach Bichinho. In der Oficina de Agosto stehen Werke des Künstlers „Toti“ die er aus alten Gegenständen und Materialien herstellt.

Originell und interessant. Leider ist fotografieren auch hier verboten. Und mitnehmen können wir es auch nicht. Der Besuch hat sich trotzdem gelohnt.

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